Gehalt Nach welchem Studium gibt es das höchste Einstiegsgehalt?

Wer Werbung studiert hat, verdient als Berufseinsteiger deutlich weniger als andere. Im Groß- und Einzelhandel sind die Verdienstaussichten aber immer noch besser als in Agenturen.

(Foto: Jj Mendez/Unsplash)
  • 200 000 Berufsanfänger haben der Jobplattform Stepstone ihre Einstiegsgehälter verraten.
  • Die Auswertung zeigt große Unterschiede je nach Studienabschluss, Branche und Unternehmensgröße.
  • Gerade die "brotlosen Künste" sollten länger studiert werden: Der Master zahlt sich aus.

Was soll ich studieren, wenn ich gut verdienen will? Lohnt sich ein Masterstudium? Und in welchen Unternehmen werden meine Fähigkeiten am besten vergütet? Über diese Fragen gibt der Gehaltsreport für Absolventen Aufschluss, den die Jobplattform Stepstone jährlich herausgibt. Für die aktuellen Vergleichszahlen wurden 200 000 Fachkräfte in den ersten zwei Berufsjahren befragt.

Bei der Rangfolge der am besten verdienenden Absolventen hat sich nicht viel geändert. Wer auf ein hohes Einstiegsgehalt aus ist, der muss nach wie vor Medizin, naturwissenschaftlie Fächer oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren. Studierte Designer, Geisteswissenschaftler und Geschichtswissenschaftlerinnen verdienen nach dem Berufseinstieg deutlich weniger: Fast 18 000 Euro brutto im Jahr liegen zwischen den Spitzen- und Geringverdienern unter den Akademikern, wenn man die durchschnittlichen Einkommen mit allen Boni, Prämien und so weiter betrachtet.

Doch auch wenn Studierende sich anhören müssen, dass ihre gewählten Fachrichtungen Design, Gestaltung, Architektur wie auch Bildung und Soziales "brotlose Künste" seien, sollten sie sich davon nicht stoppen lassen: Gerade für sie lohnt sich ein längeres Studium, der Masterabschluss hilft, in der Gehaltsverhandlung beim Berufseinstieg mehr herauszuhandeln; nämlich im Schnitt um die 6400 Euro brutto im Jahr.

Weniger beeindrucken lassen sich die Personaler von einem Mastertitel offenbar, wenn sie Ingenieure und Informatiker einstellen. Sie gehören ohnehin schon zu den Besserverdienenden und werden auf dem Arbeitsmarkt gesucht. Wer keine Lust hat, noch länger zu studieren, wird dafür finanziell kaum zurückstecken müssen.