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E-Mail:Emoticons und Betreffzeile

Tipp Nummer 2: Keine Ironie und Sarkasmus

Ihre größte Schwäche teilt die E-Mail mit allen anderen Formen der schriftlichen Kommunikation: Es fehlen die Ebenen der nonverbalen Kommunikation, also Betonung, Mimik, Gestik und Stimmlage. Von Ironie und Sarkasmus ist in E-Mails daher abzuraten - da sind sich die Kommunikationsexperten einig. Viel zu groß sei die Gefahr, dass der Empfänger den Inhalt der Nachricht ganz anders auffasst, als der Empfänger ihn gemeint hat.

Eine Möglichkeit, die nonverbalen Botschaften zu ergänzen, sind Emoticons. In offiziellen Geschäftsmails haben die Smileys zwar nichts zu suchen, so die Kommunikationsexpertin Dressel. Doch im lockeren Austausch mit Kollegen seien die kleinen Symbole durchaus etabliert. "Das ist jedoch Typ- und Geschmackssache", sagt Dressel.

Tipp Nummer 3: Den Zeitaufwand des Empfängers möglichst gering halten

Pling! Jede E-Mail ist eine potenzielle Unterbrechung der Konzentration und des Arbeitsflusses. Sozialwissenschaftler Yann Ormanns, der ein Online-Training für den Umgang mit Mails entwickelt hat, rät daher, schon beim Verfassen einer Mail daran zu denken, dass die Nachricht nicht nur den Schreibenden Zeit kostet, sondern auch alle Empfänger. Das bedeutet konkret, dass die Mail nur an Personen gehen sollte, für die der Inhalt tatsächlich relevant ist. Auch Martina Dressel hält es für kontraproduktiv, ständig alle möglichen Leute, häufig die Vorgesetzten aller Beteiligten, in CC zu setzen.

Auch die Betreffzeile sollte sinnvoll genutzt werden - kurz und knapp sollte hier klar werden, worum es geht. Mit welchem Begriff würden Sie die Nachricht später in der Suchfunktion des Postfachs wiederfinden wollen? Das ist ein sinnvolles Schlagwort, das in der Betreffzeile auftauchen sollte.

Auch bei der Länge einer Nachricht gilt im Zweifel: Weniger ist mehr. Wichtige Informationen sollten zu Beginn kommen und nicht erst versteckt nach ellenlangen Ausführungen im vorletzten Halbsatz.

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