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Arbeitsmarkt - Erfurt:Corona-Krise verstärkt Rückgang der Erwerbstätigenzahl

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Ein KfZ-Mechatroniker rollt einen Reifen durch eine Werkstatt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbol (Foto: dpa)

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Erfurt (dpa/th) - Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen noch deutlicher sinkt als bisher. Im zweiten Quartal, als einige Bereiche zeitweise eine Zwangspause einlegen mussten, sank die Zahl der in Thüringen Beschäftigten um 23 300 auf 1 021 500, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilt. Das sei ein Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 2,2 Prozent und im Ländervergleich der zweithöchste Wert nach dem Saarland mit 2,4 Prozent. Bundesweit habe das Minus 1,3 Prozent in diesem Zeitraum betragen.

Kurzarbeiter seien bei den Zahlen nicht berücksichtigt - sie zählten als Erwerbstätige. Nach Angaben der Statistiker setzte sich der Rückgang der Erwerbstätigenzahl in Thüringen bereits seit fünf Quartalen fort.

2019 hatten im Schnitt 1 044 700 Menschen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren 2700 oder 0,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Bereits im vergangenen Jahr verlief die Thüringer Entwicklung gegen den Bundestrend mit einer um 0,9 Prozent gestiegenen Erwerbstätigenzahl, aber auch gegen den Trend in Ostdeutschland mit plus 0,3 Prozent. Thüringen sei 2019 das einzige Bundesland mit einer negativen Entwicklung bei der Beschäftigtenzahl gewesen, erklärte das Landesamt.

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