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Synthetische Drogen:Untypische Symptome alarmieren Forscher

Alarmierend für die Forscher: Ein Teil der Betroffenen wies Symptome auf, die eher untypisch für den Konsum von Cannabis sind. Aggressives Verhalten, Krampfanfälle, Bluthochdruck, starke Übelkeit und Kaliummangel gehören dazu. Kalium ist wichtig für viele Körperfunktionen. Bei einem Unterangebot können Müdigkeit und Muskelschwäche bis hin zu Herzrhythmusstörungen auftreten.

Eine weitere Gefahr der Designerdrogen scheint ihr Suchtpotenzial zu sein. Spice und Co. machen stärker abhängig, vermuten die Wissenschaftler.

JWH-018 wurde 2009 in einem Eilverfahren verboten, seit Juli 2012 sind einige der synthetischen Cannabinoide, die unter anderem in "Spice" enthalten sind, dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt. Im November 2016 wurde das Gesetz verschärft und umfasst seitdem die Stoffgruppen aller synthetischen Cannabimimetika. Der Umgang mit diesen Stoffen ist in Deutschland seitdem verboten. Handel, Einfuhr, Durchfuhr, Verabreichung und Herstellen zum Handel stehen unter Strafe.

"Im Vergleich zu Cannabis ist der Konsum der wirkungsähnlichen Kunstdrogen in der Allgemeinbevölkerung zwar gering", so Kipke. Für viele seien "Spice" und Co. eine "Notlösung", wenn sie mal nicht an Cannabis herankämen.

© Süddeutsche.de/aba/mcs
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