Wer eine Vorstellung davon bekommen möchte, wie sich Migräne anfühlt, kann sich den Anfang von Richard Wagners Oper "Siegfried" anhören. Das Stück beginnt mit dumpfem Brummen. Streicher streichen, Paukisten pauken, dann steigert sich die Musik zu einem pulsierenden Rhythmus mit schrillem Hämmern, Scheppern und Pochen. Schließlich die eher herausgepressten als gesungenen Worte: "Zwangvolle Plage! Müh' ohne Zweck!" Wagner, selbst Migränepatient, scheint einen seiner Anfälle vertont zu haben.
MigräneDer Feind im Kopf
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Einmal musste unser Autor sich von seinem eigenen Geburtstagsfest ins dunkle Schlafzimmer zurückziehen, auf Berggipfeln hat er sich den pochenden Schädel schon verzweifelt mit Schnee eingerieben.
N/AMigräne ist die Hölle. Neun Millionen Deutsche leiden darunter - unser Autor ist einer von ihnen. Um die Schmerzen loszuwerden, hat er sich zu einem radikalen Schritt entschlossen.
Von Titus Arnu, Illustrationen: Stefan Dimitrov
