Hautkrankheiten im Überblick Vitiligo - Weiße Flecken auf der Haut

Die Ausprägung der Symptome und die Erfolge der Behandlung sind individuell sehr unterschiedlich. Für alle Betroffenen gilt: Vitiligo ist nicht gefährlich - solange man die Haut schützt.

Von Sarina Pfauth

Michael Jackson soll an der Hautkrankheit gelitten haben. Sie hinterlässt helle Flecken auf der Haut.

Symptome: Bei Vitiligo, der sogenannten Weißfleckenkrankheit, verblassen einige Stellen der Haut stark, es entstehen weiße, unpigmentierte Flächen. Diese Flecken sind scharf begrenzt, die Ränder oftmals dunkler gefärbt als die restliche Haut. Sie treten häufig spiegelgleich über den Körper verteilt auf, meist zuerst an Händen und Füßen. Besonders bei gebräunter Haut fallen die Flecken auf. Betroffen sein können im Prinzip alle Hautstellen, auch Lippen und Schleimhäute.

Oft treten die weißen Flecken bereits bei kleinen Kindern auf und werden im Laufe der Jahre größer. Bei einigen Patienten schreitet die Depigmentierung schnell voran, die Geschwindigkeit ist jedoch individuell sehr unterschiedlich. Und in manchen Fällen breiten sich die unpigmentierten Stellen auch überhaupt nicht aus. Vitiligo ist ungefährlich und nicht ansteckend, allerdings sind die betroffenen Stellen sonnenbrandgefährdet, weil die schützenden Pigmente fehlen. Viele Erkrankte stören sich außerdem an dem unregelmäßigen Erscheinungsbild der Haut.

Ursachen/Auslöser: Die Melanozyten - die Zellen, die Pigmente produzieren - werden bei der Weißfleckenkrankheit nach und nach zerstört. Die Ursache ist unbekannt. Diskutiert wird, ob eine Störung des Immunsystems dazu führt, dass die Haut zunehmend ihre Fähigkeit verliert, Pigmente zu bilden. Denn Vitiligo-Patienten leiden nicht selten unter Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ I. Bei Auftreten von Vitiligo in der Familie ist das Risiko für eine Erkrankung stark erhöht. Von der Weißfleckenkrankheit sind etwa ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung betroffen, unabhängig vom Geschlecht.

Behandlung: Eine Heilung ist nicht möglich. Das kosmetische Problem können Betroffene minimieren, indem sie die hellen Stellen mit Spezial-Make-up, auch Camouflage genannt, abdecken.

Es gibt eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, mit deren Hilfe Vitiligo zum Stillstand gebracht werden kann oder durch die Pigmente auf den verblassten Hautstellen neu gebildet werden. Therapieansätze sind beispielsweise die Bestrahlung mit UV-Licht, Medikamente vor allem in Form von Cremes oder Salben zum Auftragen, Lasertherapie und die Transplantation von Pigmentzellen. Der Erfolg der verschiedenen Therapien ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und nicht immer von Dauer. Selbst wenn sich neue Pigmente bilden, verschwinden diese manchmal wieder aus dem zurückeroberten Hautareal.

Vorbeugung: Ist nicht möglich. Wichtig ist, auf Sonnenschutz für die Haut zu achten.