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Gesundheit - Ludwigslust:Erste Erzieher und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern geimpft

Corona
Der Sportlehrer Rene Kirstein wird von Krankenschwester Susanne Kugel gegen Corona geimpft. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Schwerin (dpa/mv) - Bei den ersten Impfaktionen für Erzieher und Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern haben am Freitag mehrere Hundert Pädagogen ihre erste Spritze mit dem Impfstoff von Astrazeneca verabreicht bekommen. In Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gab es rund 170 Impfungen, in Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) 110 und in Laage (Landkreis Rostock) 150. In Schwerin erhielt das Personal von vier Grundschulen und elf Kitas die jeweils erste Spritze, wie eine Stadtsprecherin mitteilte. Damit sei in einem Viertel dieser Einrichtungen in der Landeshauptstadt das Personal erstgeimpft.

Dies sei ein guter Anfang, auf dem rasch aufgebaut werden soll, wie Sprecher der Landkreise deutlich machten. In Laage stehen demnach bereits an diesem Samstag 300 weitere Impfungen für Schul- und Kitapersonal an. Der Landkreis Nordwestmecklenburg will am kommenden Mittwoch jeweils eine zusätzliche Impfstraße in seinen beiden Impfzentren in Wismar und Grevesmühlen speziell für Lehrer und Erzieher eröffnen. Der landesweiten Impftermine-Hotline seien dafür 300 Termine gemeldet worden.

Die Nachfrage sei groß, die ersten Termine für den Samstag seien sofort vergeben gewesen. Aus dem Landkreis Rostock hieß es, aufgrund der großen Nachfrage seien manche Interessierte bei der landesweiten Hotline gar nicht durchgekommen. Das Personal dort soll ab Montag aufgestockt werden. In Schwerin sollen mobile Impfteams an den nächsten beiden Freitagen die übrigen 47 Kitas und Grundschulen anfahren.

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Wegen neuer Corona-Infektionen mussten in Nordwestmecklenburg am Freitag zwei Kita- und Hortgruppen, eine Grundschulklasse und die Bewohner zweier Studentenwohnheime in Wismar in Quarantäne geschickt werden. In Schwerin wurde eine Kita komplett geschlossen, in Güstrow eine Kita-Gruppe.

Zu den Impfberechtigten mit dem Astrazeneca-Impfstoff gehören seit dieser Woche auch Polizisten. Das Innenministerium bereitet aktuell die Impfung von rund 3000 Polizisten vor, die als Streifen- und Kripo-Beamte sowie Bereitschafts- und Wasserschutzpolizisten viel Kontakt mit Menschen haben, wie eine Ministeriumssprecherin in Schwerin sagte. Auch Mitarbeiter des polizeiärztlichen Dienstes gehören in die Prioritätsgruppe zwei, für welche die Landesregierung am Dienstag den Astrazeneca-Impfstoff gegen Covid-19 freigegeben hat.

© dpa-infocom, dpa:210304-99-691351/5

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