Coronavirus:Eine Mers-Infektion kann symptomlos verlaufen

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So beruhigend diese Botschaft klingt, so groß ist die Vorsicht, mit der sie interpretiert werden muss. Darauf verweisen auch die Studienautoren selbst und zählen die vielen offenen Fragen rund um das Mers-Virus auf. Wo kommt es her? Von Tieren vermutlich - doch von welchen? Fledermäuse gelten als die wahrscheinlichsten, aber womöglich nicht die einzigen Wirtstiere. In Saudi-Arabien wurden Fledermäuse auf die Viren hin untersucht, Ergebnisse sind aber noch nicht bekannt.

Nicht einmal über die Verbreitung des Erregers lässt sich Verlässliches sagen. Seit Kurzem nämlich gilt es als sicher, dass eine Mers-Infektion auch ohne Symptome verlaufen kann, von Betroffenen also vielleicht nicht einmal bemerkt wird. Womöglich ist das Virus viel weiter verbreitet als gedacht - und seine Todesrate entsprechend niedriger als 56 Prozent, wie es sich aus den bisher bekannten Fällen ergibt.

Hinzu kommt, dass Breban nur mit dem Erreger in seiner derzeitigen Form rechnen kann. Viele Viren sind jedoch sehr geschickt darin, sich so zu verändern, dass ein neuer Wirt - etwa der Mensch - sie leichter weitergeben kann. Hat das Mers-Virus diesen Schritt bereits hinter sich, steht er noch aus, oder wird er nie erfolgen? Statt eine Antwort zu geben, lässt sich nur auf ein kürzlich veröffentlichtes Fazit der Europäischen Seuchenschutzbehörde ECDC verweisen: "Es ist ungewöhnlich, in diesem Stadium eines Ausbruchs einen solchen Grad an Unsicherheit zu haben."

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