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Wahl der Krankenversicherung:Familienversicherung oder getrennte Kassen?

Für gesetzlich Versicherte bietet sich eine Versicherung aller Familienmitglieder in ein- und derselben Kasse an, da sich Familienangehörige ohne eigenes Einkommen - neben dem Kleinkind etwa ein Ehepartner in Elternzeit - nur in der Kasse des Beitragszahlers kostenlos mitversichern können.

Sind beide oder der besser verdienende Partner privat versichert, kann das Kind zwar dennoch gesetzlich versichert werden, jedoch nicht kostenlos. Es muss bis spätestens drei Monate nach der Geburt freiwillig gesetzlich und somit beitragspflichtig versichert werden ( mehr zur freiwilligen gesetzlichen Versicherung lesen Sie hier). Ausgenommen hiervon sind unverheiratete Paare: Hier reicht für eine Aufnahme in die Familienversicherung aus, wenn ein Elternteil gesetzlich versichert ist, unabhängig davon, ob es mehr oder weniger verdient als der privat versicherte Partner.

Soll das Kind wie beide Eltern oder ein Elternteil privat versichert werden, kann dies Vorteile hinsichtlich Arztwahl und anderer Leistungen haben - doch es kommt auf den Tarif an. Maximal zwei Monate haben die Eltern nach der Geburt Zeit, um es im Rahmen der so genannten Kindernachversicherung rückwirkend ab der Geburtsstunde bei demselben Unternehmen zu versichern. Eine Gesundheitsprüfung findet nicht statt.

Die privaten Versicherungen sind stets personengebunden, das bedeutet, dass für jedes Mitglied eine eigene Prämie anfällt. Das kann bei mehreren Kindern teuer werden - vor allem, wenn ein Elternteil wegen der Kinderbetreuung eine Zeit lang zuhause bleiben will ( mehr zu den Unterschieden zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung lesen Sie hier).