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Versicherungs-Tipps:Erste Allgemeine Verunsicherung

Es heißt, die Deutschen seien gegen alle Risiken versichert. Verbraucherschützer warnen vor unnötigen Policen - und nennen die drei wichtigsten.

Es gibt Dinge im Leben, an die denkt man nicht so gerne: Krankheit, Unfall oder Tod. Existenzielle Risiken nennen Fachleute das. Wer sich dagegen nicht schützt, handelt fahrlässig.

Lebensversicherung; ddp

Antragsformular einer Lebensversicherung: Die Versicherungssumme sollte sich an dem Einkommen des Haupternährers der Familie orientieren.

(Foto: Foto: ddp)

Egal, ob jemand ins Berufsleben einsteigt, eine Familie gründet oder erstmals einen eigenständigen Haushalt führt - er sollte seine Risikofaktoren abdecken. Kein Wunder, dass Versicherer deshalb um das Geld der Bürger buhlen.

Am liebsten verkaufen sie Kompaktversicherungen, Rundumwohlfühl-Pakete wie sie sagen. Verbraucherschützer warnen aber davor, zu viele unnötige Policen abzuschließen. Sie empfehlen, zunächst an drei wichtige Versicherungen zu denken.

Private Haftpflichtversicherung

Sie ist die Versicherung, die jeder haben sollte, trotzdem fehlt sie immer noch in etwa jedem dritten Haushalt: die private Haftpflichtversicherung. Ob es um die eigenen Kinder geht, die eine Fensterscheibe eingeworfen haben oder das beschädigte Handy eines Freundes - wer einen Schaden anrichtet oder dafür verantwortlich ist, muss dafür haften, in unbegrenzter Höhe und sein Leben lang.

Eine Haftpflichtversicherung deckt die Risiken des Alltags im privaten Bereich ab. Die Versicherungssumme sollte laut Fachleuten der Stiftung Warentest bei pauschal mindestens drei Millionen Euro liegen.

Michael Wortberg, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, rät, vor Abschluss einer Police zu klären, ob damit auch bestimmte Sonderrisiken versichert werden müssen. Wer zum Beispiel öfters den Hund des Nachbarn hütet, braucht dafür einen Zusatzschutz. "Es nützt nichts, allein auf den Preis zu schauen - in vielen Fällen reicht eine günstige Standardversicherung nicht aus", sagt Verbraucherschützer Wortberg.

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