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Tipps für Verbraucher:Bunte Oliven

Der Sage nach brachte die griechische Göttin Athene den Olivenbaum unter die Menschen - als Geschenk für die Einwohner der Stadt Athen. Auch norddeutsche Olivenfans dürfte dies freuen, denn Oliven sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Wegen der in Frucht und Öl enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sollten sie nach Meinung vieler Ernährungsexperten auf keinem Speiseplan fehlen.

Wichtig dabei ist die Trennung zwischen grünen und schwarzen Oliven: Grüne Oliven wurden unreif geerntet, schwarze reif. Letztere gelten bei Olivenfreunden als Delikatesse, weil sie vielen besser schmecken. Was also tun Hersteller, um an die begehrten schwarzen Oliven zu kommen? Sie färben grüne Oliven einfach schwarz.

Selbst Olivenkenner haben Schwierigkeiten, die gefärbte Olive als ursprünglich grüne Frucht herauszuschmecken. Für unkundige Verbraucher ist dies nahezu unmöglich. Allenfalls an der Form ist die Schummelolive zu erkennen - weil sie von den Proportionen her wie eine grüne aussieht und nicht so schrumpelig ist wie das schwarze Original.

Verbraucher beschweren sich immer wieder auf der Internetseite Lebensmittelklarheit.de, nicht zwischen den Oliven unterscheiden zu können und im Laden zu den falschen zu greifen. Sie bemängeln stets den fehlenden Hinweis auf dem Etikett des Glases.

In der Tat fehlt auf der Vorderseite meist jeder Hinweis auf den Färbeprozess. Erst der Blick auf die Zutatenliste offenbart den Einsatz des Stabilisators Eisen-2-Gluconat beziehungsweise Eisen-2-Lactat; beide Verbindungen werden als Färbemittel eingesetzt. Vereinzelt weisen Firmen in kleiner Schrift seitlich auf dem Olivenglas auf Färbung hin.

Bei Oliven, die etwa auf dem Markt lose verkauft werden oder beim Italiener auf der Pizza landen, muss die Trickserei mit der Farbe übrigens angegeben sein. Bei verpackter Ware hingegen nicht.

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