Eigenkapital für Banken Ab wann die neuen Regeln gelten

Die Kernkapitalquote wird berechnet, indem man das Kernkapital der Bank durch die Summe der Risikoposten (etwa Kredite und Wertpapiere) teilt. Die Kernkapitalquote sagt also aus, inwieweit die Risikopositionen im Fall von Verlusten durch eigene Mittel gedeckt sind, sprich wie dick der Risikopuffer der Bank ist.

So viel Kapital brauchen Europas große Banken

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5. Ab wann gelten die neuen Regeln?

Es gelten lange Übergangsfristen: Erst ab 2019 müssen Banken ihr Geschäft mit sieben Prozent hartem Kernkapital unterlegen. "Das sollte für die meisten unserer Banken zu schaffen sein", heißt es aus der Citigroup.

6. Was müssen die Banken jetzt tun?

Die Empfehlungen zu BaselIII sollen im November auf dem G20-Gipfel im südkoreanischen Seoul von den Staats- und Regierungschefs angenommen werden. Ab 2013 soll BaselIII gelten, doch dazu muss es nach dem G20-Gipfel in nationales und europäisches Recht gegossen werden. Das birgt Unsicherheiten. Fraglich ist vor allem, ob die USA BaselIII fristgerecht umsetzen. "Es werden sich wohl nicht alle amerikanischen Banken diesem Regelwerk unterwerfen", vermutet Martin Faust, Bankenprofessor an der Frankfurt School of Finance. "Auch bei der Frage, was genau unter hartem Kernkapital zu verstehen ist, wird es in einigen Einzelstaaten bestimmt noch Diskussionen und leichte Veränderungen zum Baseler Vorschlag geben", befürchtet der Experte.

7. Welche Sonderregeln gibt es für Sparkassen und Volksbanken?

Die Sparkassen können mit den neuen Regeln gut leben, weil sie meistens genügend Kapital vorhalten. Ihr Eigenkapital sind vor allem die angesammelten Gewinne, die sie offene Rücklagen nennen und zum kleineren Teil stille Einlagen. Stille Einlagen werden allerdings nur noch übergangsweise und unter bestimmten Voraussetzungen anerkannt. Das trifft vor allem die Landesbanken.