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Die erste eigene Wohnung:Chaos mit Stil

Auf eigenen Beinen stehen gehört zum Erwachsenwerden - es ist aber nicht immer leicht. Denn ausziehen heißt auch: aus der behaglichen Atmosphäre bei Mama und Papa ausbrechen.

Ab in die Studentenbude, wo es meist kein Ambiente gibt, nur spärliche Dekorationen und keine Luxusmöbel. Das muss nicht zwangsläufig ungemütlich sein. Jeder kann einen eigenen Wohnstil entwickeln, und der muss auch nicht teuer sein.

Durch Möbel oder Dekoration vom Flohmarkt lässt sich die erste eigene Wohnung mit wenig Geld individuell gestalten.

(Foto: Foto: ddp)

Daniel Otto aus Berlin wohnt seit einem Jahr in seiner Studentenwohnung in Dortmund. Möbel zu finden, war für ihn gar kein Problem: "Mein Vater ist damals einfach mit einem Transporter bei Familie und Freunden vorgefahren und hat die Keller leer geräumt." Die Ausbeute: Küchenschränke, reichlich Geschirr, Bettwäsche, ein Sofa und eine Waschmaschine.

Altes wird zu Eye-Catchern

Das sei der praktischste Weg, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef - vor allem, weil neue Möbel oft recht teuer sind. "Irgendwer hat immer noch etwas im Keller stehen. Mit ein paar Sachen aus dem Baumarkt kann man die alten Teile super aufmotzen." Auch im Internet lassen sich Markenmöbel zu Schnäppchenpreisen ersteigern. Es braucht nur etwas Zeit und Geduld.

Die Suche nach dem Besonderen ist auch für die Architektin Janin Pröpper ein großer Spaß. "Ich bin ein Fan von Flohmärkten oder Haushaltsauflösungen. Da wird man immer fündig." Das Ganze sei schon fast wie eine Schatzsuche, sagt die Expertin für Wohndesign. Omas Stehlampe kann zum Beispiel neu inszeniert werden. "Wenn man diese Teile aus ihrem Kontext nimmt und umringt von jungen Möbeln platziert, können sie definitiv zu Eye-Catchern werden."

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