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Prozesse - Berlin:Drogendiebstahl mit Sohn? Angeklagter schweigt zunächst

Berlin (dpa/bb) - Ein Vater, der mit seinem damals 15-jährigen Sohn und einem weiteren Jugendlichen Drogen gestohlen und untereinander zum Weiterverkauf aufgeteilt haben soll, hat vor dem Berliner Landgericht zunächst zum Tatvorwurf geschwiegen. Der 38-Jährige soll im September 2017 mit den beiden Minderjährigen einen Keller im Stadtteil Reinickendorf aufgebrochen haben. Sie hätten 7,5 Kilogramm Marihuana und 300 Ecstasy-Tabletten erbeutet, heißt es in der am Mittwoch zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Die Initiative zu dem Einbruch sei vom angeklagten Vater ausgegangen.

Die Schüler waren 15 und 14 Jahre alt, als sie mit dem Angeklagten die Drogen gestohlen haben sollen. Die Jungen wurden bereits in einer früheren Verhandlung verurteilt. Gegen den Sohn des 38-Jährigen erging ein Freizeitarrest. Die Schüler hätten gestanden, hieß es im jetzigen Prozess. Der zur Tatzeit 14-Jährige habe erklärt, es sei die Idee des Vaters seines Mittäters gewesen. Der 38-Jährige und sein Sohn hätten am Keller "Schmiere gestanden". Er habe Ecstasy-Tabletten genommen, Vater und Sohn mehrere Kilogramm Marihuana.

Der Verteidiger des Kochs erklärte, sein Mandant werde sich derzeit nicht zur Sache äußern. Der Angeklagte sagte lediglich, in der damaligen Aussage des 14-Jährigen gebe es "einige Unstimmigkeiten". Das Verfahren war nach einer Anzeige der Mutter des 14-Jährigen ins Rollen gekommen. Der Prozess wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls, Drogenhandels sowie Anstiftung Minderjähriger zum Handel mit Betäubungsmitteln wird am 23. September fortgesetzt.