Apple-Computer Tuifly und andere Fluggesellschaften verbieten Macbooks an Bord

Brandgefahr: Weil Akkus überhitzen können, dürfen bestimmte Macbook Pros jetzt nicht mehr an Bord von Flugzeugen.

(Foto: dpa)
  • Die US-Flugsicherheitsbehörde hat die Mitnahme bestimmter Macbook Pro Modelle von Apple verboten. Anfang der Woche hatten bereits vier Airlines die Laptops aus ihren Flugzeugen verbannt, darunter Tuifly.
  • Es geht offenbar um 15-Zoll-Modelle, die zwischen 2015 und 2017 verkauft wurden.
  • Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte Anfang des Monats eine Warnung für die betreffenden Modelle herausgegeben.
Von Max Muth

Bestimmte Apple-Laptops sind seit einigen Tagen bei einer Reihe von Airlines verboten. Tui Fly weist seine Kunden laut Aussage eines Sprechers seit ein paar Tagen darauf hin, dass 15-Zoll-Macbook Pros nicht mit an Bord genommen werden dürfen. Die Fluggäste werden vom Personal am Gate und vor dem Boarding auf die neue Regel hingewiesen. Ähnlich handhaben es laut einer Meldung von Bloomberg die Airline von Thomas Cook, Condor, Air Italy und Air Transat.

Die neue Regel geht auf eine Warnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (AESA) vom 1. August zurück. Darin weist die Behörde Fluglinien auf einen Rückruf des entsprechenden Apple-Produkts hin, wegen Brandgefahr der Akkus hin. In solchen Fällen ist es laut dem Tui-Sprecher Standard, dass die Geräte nicht mehr an Bord dürfen. Sollten sie dennoch versehentlich an Bord gelangen, müssen sie ausgeschaltet sein und dürfen nicht genutzt werden. Auch die US-Flugsicherheitsbehörde FAA hat jetzt eine entsprechende Warnung an die US-Airlines herausgegeben.

Gefährdete Macbooks dürfen nicht an Bord

Konkret geht es um 15-Zoll-Macbook Pros, die zwischen 2015 und 2017 verkauft wurden. Apple hatte im Juni mitgeteilt, dass bei "einer beschränkten Zahl" dieser Modelle die Batterien überhitzen und ein Brandrisiko darstellen könnten. Kunden sollten die betreffenden Modelle für einen Batterietausch zurückschicken. Laut einem kanadischen Bericht geht es um über 450 000 Laptops allein in den USA und Kanada, wie viele in Europa verkauft wurden, ist unklar.

Besitzer von in Frage kommenden Laptops können auf dieser Webseite von Apple prüfen, ob ihr Modell betroffen ist, Apple tauscht dann kostenlos den Akku des Geräts aus. Laptops, bei denen die Batterie im Zuge der Rückrufaktion bereits ausgetauscht wurde, dürfen mit an Bord genommen werden.

Kunden, die ein 15-Zoll-Modell besitzen und nicht ausschließen können, dass es zu den betroffenen Produkten gehört, müssen die Geräte zurücklassen. Nach Angaben des Tui-Sprechers sind deshalb in den vergangenen Tagen bereits einige Macbooks am Startflughafen verblieben. Das Problem: weil auch der Versand der Geräte per Flugzeug verboten ist, könnten sie den Kunden nur auf dem Landweg hinterhergeschickt werden.

Unklar ist bislang, wie andere große Fluglinien auf die EASA-Warnung reagieren. Ein Lufthansa-Sprecher sagte auf Anfrage nur, es gebe ein generelles Verbot, "defekte oder zurückgerufene Geräte" an Bord zu nehmen - darunter fielen auch die entsprechenden Macbooks.

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