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Schluss mit Updates:Das Ende des Internet Explorers rückt näher

Microsoft Internet Explorer

Der Internet Explorer war früher der wichtigste Browser der Welt. Das ist lange her.

(Foto: dpa-tmn)

Ab sofort versorgt Microsoft nur noch die aktuellste Version mit Updates. Der Support-Stopp betrifft Hunderte Millionen Nutzer.

Microsoft beendet am heutigen Dienstag, den 12. Januar 2016, offiziell die Unterstützung für viele ältere Versionen des Internet Explorers (IE). Mit dem letzten Update erscheint eine Warnung, die die Anwender darauf hinweist, dass die Pflege eingestellt werde. Genutzt werden kann künftig nur noch der Internet Explorer 11, unter Windows 10 auch der neue Browser Edge.

Technikaffine Nutzer sollten von der Veränderung also eigentlich nicht betroffen sein. Allerdings gibt es Schätzungen, dass noch mehr als 300 Millionen Nutzer den IE in Version 7, 8, 9, oder 10 verwenden, für die der Support nun weitgehend eingestellt wird. Auch der längst nicht mehr gepflegte IE 6 wird von einigen Nutzern noch eingesetzt.

Unternehmenskunden bekommen Galgenfrist

Wie in der Vergangenheit fällt es Microsoft aber auch diesmal wegen noch laufender Supportverträge schwer, die Pflege der genannten Versionen völlig einzustellen. Für Windows Vista mit dem Service Pack 2 und Windows Server 2008 Service Pack 2 etwa ist der Internet Explorer 9 die aktuelle Version. Diese wird deshalb bis zum offiziellen Supportende der Betriebssysteme Updates erhalten. Der Support für Windows Vista soll am 11. April 2017 enden.

Weitere Ausnahmen gelten bei den Windows Embedded Systemen Wepos, Wes09 und Windows Thin PC, diese erhalten noch Aktualisierungen für die Versionen 7 und 8. Eine detaillierte Übersicht zu den jeweils noch unterstützten Versionen des Internet Explorers für die verschiedenen Windows-Varianten stellt Microsoft zur Verfügung.

Das Ende ist bereits lange bekannt

Angekündigt hatte Microsoft das Supportende bereits im August 2014, um Kunden einen entsprechenden Vorlauf für eine Migration zu geben. Die alten Versionen des Browsers hatte Microsoft bisher vor allem mit Verweis auf seine Unternehmenskunden und deren Webanwendungen sehr lange mit Updates versorgt. Von diesem Vorgehen verabschiedet sich Microsoft nun langsam.

Um bestimmten Bedürfnissen dennoch zu entsprechen, arbeitet das IE-Team seit fast zwei Jahren an dem sogenannten Enterprise Mode für IE 11. Damit soll eine gewisse Abwärtskompatibilität zu den proprietären Techniken des alten Browsers angeboten werden können. Eine Verknüpfung zu diesem Modus kann auch in dem modernen Edge-Browser umgesetzt werden.

Zum Supportende der alten IE-Versionen stellt Microsoft eine eigene Hilfeseite bereit.