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Galaxy Z Fold 2 5G:Es gibt sie ja tatsächlich, die Falthandy-Fans

Samsung Galaxy Z Fold 2 5G

Aufgeklappt so groß wie ein kleines Tablet: Samsungs Galaxy Z Fold 2 5G.

(Foto: oh)

Samsung will in der neuen Kategorie der faltbaren Smartphones punkten. Vor allem bei Business-Kunden gibt es dafür offenbar einen Markt. Die schreckt auch der hohe Preis nicht ab.

Von Helmut Martin-Jung

Manche Technologien werden eingesetzt, weil man es kann, nicht weil eine zwingende Notwendigkeit dafür bestünde. Wer sich den Hype vergegenwärtigt, der zumindest in der Smartphone-Branche um faltbare Handys herrschte, mag leicht zu der Einschätzung kommen, die Geräte seien eben gebaut worden, weil man biegsame Displays nun mal herstellen kann.

Doch die Falthandys haben tatsächlich eine Fangemeinde gefunden, weshalb Marktführer Samsung nun mit einem neuen, großen Falthandy nachlegt: dem Galaxy Z Fold 2 5G. Der Hersteller hat dabei auf die Wünsche der Nutzer gehört, die sich die erste Version, das Fold, zugelegt hatten. Wichtigster Wunsch für die neue Generation: ein größerer Bildschirm vorne.

Denn das Gerät ist ja eine Art Zwitter. Zugeklappt sieht es nahezu aus wie ein gewöhnliches Smartphone, geöffnet ähnelt es mehr einem kleinen Tablet. Nun prangt vorne ein 6,2 Zoll großer Bildschirm, der allerdings relativ schmal ist. Er nimmt, wie bei den Premiumgeräten heute üblich, nahezu die gesamte Vorderseite ein.

Kein Gerät für den Massenmarkt

Auch der innere Bildschirm ist noch etwas größer geworden, 7,6 Zoll (gut 19 Zentimeter) erlauben es wie schon beim Vorgänger, Apps parallel zu nutzen. Wichtig sei daher auch die Software, sagt der Marketing-Chef Mario Winter, nur die intensive Zusammenarbeit mit Firmen wie Microsoft und Google mache es möglich, die Apps dieser Anbieter und das Betriebssystem entsprechend anzupassen.

Ein Gerät für den Massenmarkt ist das Z Fold 2 5G sicher nicht, dagegen spricht schon der gehobene Preis von 2000 Euro. Es lässt sich vergleichen mit dem Nokia Communicator, ebenfalls einem Handy zum Aufklappen, das 1996 auf den Markt kam und damals schlappe 2700 Mark kostete. Die Zielgruppe, wie damals vor allem im Business angesiedelt, sei sehr loyal, sagt Marketing-Mann Winter. Zudem strahlten Premiumprodukte wie dieses auch auf die Marke insgesamt ab. Das kann nicht schaden, denn die Konkurrenz schläft auch nicht.

Neu im Vergleich zum Vorgängermodell ist vor allem der Bildschirm, der aus einem mehrschichtigen Material besteht, das sich mehr nach Glas als nach Kunststoff anfühlen soll. Auch das Scharnier wurde überarbeitet und rastet nun bis zu einem Öffnungswinkel von 115 Grad an beliebigen Positionen ein. Upgegradet wurde zudem das Kameramodul, das an diejenigen von Samsungs Note-Modellen erinnert.

© SZ vom 02.09.2020/mxm
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