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Ratgeber:Kauf und Installation von Apps verhindern

Viele Nutzer haben im digitalen Verkaufskiosk für Apps ihre Kreditkarteninformationen hinterlegt. Gleichzeitig sind in den Stores viele Games im Angebot, die Kinder als Zielgruppe haben und mit bunten Animationen zum Kaufen durch Klick locken. Sind dann noch In-App-Käufe während des Spielverlaufs eingebaut, kann das neue Lieblingsgame des Nachwuchses teuer werden für Eltern. Für Android-Geräte lässt sich eine Passworteingabe festlegen. Auch Apple-Nutzer können eine standardmäßige Passwort-Abfrage für den App-Store festlegen: Unter "Einstellungen", "Allgemein" und "Einschränkungen" lässt sich bei "Kennwort erforderlich" "Sofort" anwählen.

Technik entbindet Eltern nicht von ihrer Erziehungspflicht

Trotz aller technischen Möglichkeiten: Der beste Schutz der eigenen Kinder seien immer noch Gespräche mit dem Nachwuchs, so Pädagogin Kimmel. Eltern müssen ihren Kindern klarmachen, wo die Risiken liegen und wie sie sich schützen könnten. Spätestens ab dem Alter von 14 Jahren müssten Eltern ihre Kinder fit fürs Netz der Erwachsenen gemacht haben - wie sich der "sichere Modus" von Plattformen wie Youtube wieder abschalten lässt, haben viele Kinder da ohnehin schon herausgefunden.

Für solche Gespräche hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auch eine Checkliste für Eltern zusammengestellt. Strenge Verbote seien kontraproduktiv, Eltern müssten ihre Kinder vielmehr darin fördern, Medienkompetenz aufzubauen, heißt es auch vom BSI. Auch eine Webseite des Bundesfamilienministeriums bietet Eltern in den Kategorien Surfen, Chatten und Spielen viele Informationen und Tipps, worauf sie bei der Mediennutzung ihres Nachwuchses achten sollten.