Präsentation der Playstation 4 Valves Steambox und Billigkonkurrenz

Zwar ist Sony mit seiner Produktvorstellung dem Konkurrenten Microsoft nun zuvorgekommen, was innovative Bedienkonzepte angeht, war allerdings nicht Revolutionäres zu erfahren. Die Playstation 4 wird ähnlich wie Microsofts Kinect mittels einer Kamera in der Lage sein, die Position des Spielers zu erfassen. Ebenso wird es laut The Verge möglich sein, das Gerät per Sprache zu steuern. Ob das allerdings ausreicht, um Kinect-Fans zum Umstieg zu bewegen, bleibt zweifelhaft.

Die große Unbekannte: Valves Steambox

Gefahr droht Sony auch von einem völlig neuen Konkurrenten. Der Spielehersteller Valve hat am Rande der diesjährigen Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas bestätigt, eine eigene Konsole auf Basis des freien Betriebssystems Linux zu entwickeln. Die Steambox soll angeblich in drei Varianten auf den Markt kommen. Das Einsteigermodell soll für unter 100 Dollar, möglicherweise sogar kostenlos, zu haben sein. Zusätzlich soll es ein Gerät mit einer technischen Mittelklasse-Ausstattung für circa 300 US-Dollar geben und ein High-End-Modell, das sich mit den besten Desktop-Gaming-Computern messen lassen können soll.

Branchenbeobachter räumen Valve gute Chancen ein, erfolgreich in den Markt für Spielkonsolen einzusteigen. Der Software-Entwickler betreibt mit Erfolg die Spieleplattform Steam und zählt dort mehr als 50 Millionen Computerspieler zu seinen Kunden. Eine kluge Integration in die geplante Spielkonsole vorausgesetzt, könnte das für viele dieser Kunden einen Kaufanreiz darstellen. Hinzu kommt, dass Valve in die Steambox wohl auch die Möglichkeit integrieren wird, mittels Browser auf das Web zuzugreifen. Damit wäre die Steambox zumindest in den USA auch dafür zu gebrauchen, um etwa Filmdienste wie Hulu oder Netflix zu nutzen. Auch ist Steam schon heute eine Art soziales Netzwerk, mit dem sich Freunde kontaktieren lassen.

Konkurrenz durch weitere günstige und leistungsfähige Konsolen

Mit einer eigenen Konsole will im Frühsommer der Grafikchip-Hersteller Nvidia der etablierten Konkurrenz Kunden abjagen. Das Gerät, das unter dem Namen Project Shield im Januar auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde, kommt wie ein klassischer Controller daher, allerdings inklusive aufklappbarem hochauflösendem Bildschirm mit Touchscreen. Verbaut sind natürlich die neuesten und sehr leistungsstarken Nvidia-Chips. Als Betriebssystem läuft Android, somit hat der Spieler Zugriff auf Spiele aus der Cloud sowie auf alle Video- und Musikdienste von Google. Allerdings soll "Shield" nicht nur einfache Games wie Angry Birds abspielen, sondern eben auch komplexere Spiele wie Borderlands 2. Die Spiele lassen sich mittels Wlan oder HDMI auf dem Spiele-PC oder dem Wohnzimmerfernseher streamen. Was die neue Nvidia-Konsole kosten soll, ist noch nicht bekannt. Experten rechnen mit einem Preis um die 200 bis 300 Euro.

Im März soll zudem eine weitere günstige Konsole auf den Markt kommen: Sie heißt Ouya und soll nur 99 Dollar kosten und wurde von einem unabhängigen Entwicklerteam entworfen und mittels Crowdfunding finanziert wurde. Ouya ist ein kleiner weißer Kasten, auf dem ein modifiziertes und programmierbares Android-Betriebssystem läuft.

Was hingegen die neue Playstation kosten wird, ist noch immer unklar. Sony wollte sich dazu bislang nicht äußern. Jüngste Spekulationen hielten einen Preis zwischen 300 und 400 Euro für realistisch. Angesichts der höheren Preise von Sony-Konsolen in der Vergangenheit ist das allerdings alles andere als sicher.