Die Stiftung: Studienstiftung des deutschen Volkes

Wer steht dahinter:

Prof. Dr. Carl Duisberg rief 1921 die studentische Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" ins Leben. Daraus entwickelte sich die Studienstiftung, die 1925 in Dresden als Verein gegründet, während des Zweiten Weltkrieges 1934 aufgelöst und 1948 neu gegründet wurde. Hervorgehoben wird die Tatsache, dass das größte und älteste Begabtenförderungswerk politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig ist.

Wer kann sich bewerben:

Auch hier gelten als Voraussetzungen Leistungsstärke und die Bereitschaft, soziale Verantwortung zu übernehmen.

Wie kann ich mich bewerben:

Es gibt zwei Möglichkeiten, Stipendiat zu werden: Die bevorzugte Variante ist der Vorschlag: Professoren oder Schulleiter schlagen der Stiftung besonders begabte Abiturienten oder Studenten vor. Steht man nicht unmittelbar in der Gunst eines (Hochschul-)Lehrers, gibt es noch die Möglichkeit der Selbstbewerbung. Für 2011 ist das Auswahlverfahren bereits abgschlossen, im Wintersemester 2011/2012 ist eine Selbstbewerbung wieder möglich. Um in das Auswahlverfahren aufgenommen zu werden, muss zunächst ein Test bestanden werden. Die Teilnahmegebühr für den Test beträgt 50 Euro. Dieser wird in verschiedenen Testzentren unter Aufsicht am Computer durchgeführt und prüft kognitive Fähigkeiten. Er setzt keinerlei spezifisches Wissen voraus und ist deshalb nicht trainierbar. Wer dennoch nicht ganz unvorbereitet antreten will, kann sich Beispielaufgaben anhand einer Demo-Version anschauen. Zu den Aufgaben zählen das Interpretieren von Diagrammen und Tabellen, das Erschließen von Analogien, räumliches Vorstellungsvermögen und Textanalyse.

Sind die formalen Voraussetzungen erfüllt, müssen die Bewerber durch "Leistung, Initiative und Verantwortungsbewusstsein" im Auswahlverfahren überzeugen. Dieses besteht aus zwei Einzelgesprächen sowie Gruppendiskussionen mit Einzelreferaten.

Was bekomme ich:

Studierende erhalten monatlich jeweils 597 Euro sowie 150 Euro Büchergeld. Doktoranden werden mit monatlichen 1050 Euro und einer Forschungspauschale von 100 Euro gefördert. Das Promotionsstipendium wird in der Regel zwei, maximal aber drei Jahre vergeben.

Bild: AP 14. Juni 2011, 08:452011-06-14 08:45:24 © sueddeutsche.de/dato/holz/bön