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Schulen - Kiel:SPD: Mehr Schulen sollten Online-Plattformen nutzen

Ausbildung
Martin Habersaat spricht bei einer Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtags. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Kiel (dpa/lno) - Die SPD hat einen zügigeren Ausbau von Online-Plattformen an Schleswig-Holsteins Schulen gefordert. Von 792 Schulen nutzten bislang 400 Schulen die Plattformen SchulCommSy oder IServ, sagte der SPD-Bildungsexperte Martin Habersaat am Freitag in Kiel. Er berief sich auf einen Bericht von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am selben Tag im Bildungsausschuss des Landtags.

"Vor allem an den Grundschulen ist noch viel zu tun", sagte Habersaat. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, 100 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule kurzfristig für den Auf- und Ausbau von Online-Lernplattformen zur Verfügung zu stellen. "Das ist gut investiertes Geld, weil sich in den Wochen der "präsenzfreien Zeit" an unseren Schulen gezeigt hat, dass die Vorteile solcher Plattformen kaum zu überschätzen sind", sagte Habersaat.

Der Digitalpakt war am 17. Mai 2019 in Kraft getreten. Bis 2024 stellt der Bund fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung von Deutschlands Schulen bereit. Hinzu kommen die Eigenanteile von Ländern und Kommunen. Schleswig-Holstein müsse die aktuelle Situation dringend zum Anlass nehmen, diese Eigenanteile für die Kommunen zu übernehmen und nicht, wie jetzt, den kompletten Eigenanteil auf diese abzuwälzen, forderte Habersaat. "Alle anderen Länder in Norddeutschland tun das, viele süddeutsche Länder sogar weit mehr."

Außerdem müsse die Politik dringend dafür sorgen, dass jedes Kind ein digitales Endgerät besitze, mit dem es arbeiten könne. "In Rheinland-Pfalz beispielsweise gibt es die Lösung, dass im Zweifel der Schulträger den Kindern das Gerät ausleiht und das Land die Haftung übernimmt", sagte der SPD-Politiker.

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