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Hochschulen - Göttingen:Reinhard Jahn wird Übergangspräsident der Uni Göttingen

Göttingen (dpa/lni) - Nach der geplatzten Präsidentenwahl an der Universität Göttingen wird der emeritierte Max-Planck-Forscher und Leibniz-Preisträger Reinhard Jahn übergangsweise die Führung der Hochschule übernehmen. Der Senat habe sich am Mittwoch einstimmig dafür ausgesprochen, dass dem Neurobiologen ab dem 1. Dezember für etwa ein Jahr die Rechte und Pflichten eines Präsidenten anvertraut werden sollen, teilte die Universität mit. Mit der Bestellung Jahns solle die Zeit bis zum Amtsantritt eines neuen Präsidenten überbrückt werden. Der Stiftungsausschuss der Universität muss das Votum noch bestätigen.

Zudem sprach sich der Senat dafür aus, dass das niedersächsische Wissenschaftsministerium den noch bis zum Jahresende amtierenden Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Peter Strohschneider, als neues Mitglied in den Stiftungsausschuss der Hochschule beruft.

Die langjährige Göttinger Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel geht Ende September in den Ruhestand. Zu ihrem Nachfolger war der Präsident der Leuphana Universität Lüneburg, Sascha Spoun, gewählt worden. Nach wochenlanger Kritik aus Teilen der Hochschule am Findungsprozess und Klagen unterlegener Mitbewerber hatte Spoun mitgeteilt, er stehe für das Amt nicht zur Verfügung. Daraufhin war Wilhelm Krull als Vorsitzender des Stiftungsrats zurückgetreten.