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Hochschulen - Dresden:TU Dresden: Zwei Frauen und ein Mann zur Rektorwahl

Ausbildung
Der Görges-Bau auf dem Campus der Technischen Universität in Dresden. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Dresden (dpa/sn) - Zwei Frauen und ein Mann stehen zur Wahl für das Rektoren-Amt an der Technischen Universität Dresden. Neben der Medizinerin Simone Fulda sind das die Psychologin und Altersforscherin Ursula M. Staudinger und der Chemiker Ulrich S. Schubert, wie die TU Dresden am Dienstagabend auf ihrer Internetseite bekannt gab. Die Wahl ist für den 17. März geplant. Amtsinhaber Hans Müller-Steinhagen geht nach zwei Amtsperioden in den Ruhestand. Die Kandidaten stellen sich in den kommenden Tagen an der Uni öffentlich vor. Die Amtszeit des Rektors beträgt fünf Jahre.

Gunda Röstel, Vorsitzende des Hochschulrates, zeigte sich überzeugt, dass damit eine hochkarätige Kandidatenliste vorliegt: "Ich bin sehr dankbar, dass es dem Hochschulrat im Benehmen mit dem Senat gelungen ist, drei im Wissenschaftssektor international renommierte Persönlichkeiten zur Wahl vorzuschlagen." Zugleich rief sie alle Beschäftigten und Studierenden der TU Dresden auf, die drei Vorstellungstermine in den kommenden Tagen wahrzunehmen.

Simone Fulda ist derzeit Vizepräsidentin für Forschung und akademische Infrastruktur der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie sowie Universitätsprofessorin für Experimentelle Tumorforschung am Universitätsklinikum Frankfurt. Ulrich S. Schubert arbeitet seit 2007 als Chemiker an der Universität Jena und hatte mehrere Rufe an renommierte Universitäten im In- und Ausland. 2019 wurde er "Hochschullehrer des Jahres". Ursula M. Staudinger hat eine Lebenszeitprofessur für soziomedizinische Wissenschaften am Columbia Aging Center der Columbia University in New York inne, das sie 2013 gründete. Sie war von 1999 bis 2003 Professorin an der TU Dresden.

Studierende der TU Dresden hatten im Vorfeld der Rektorenwahl ihre Erwartungen an die neue Führungsspitze formuliert. Demnach stehen Themen wie der Klimawandel, die studentische Mitbestimmung und die Priorität der Lehre ganz oben auf der Agenda, wie die studentischen Vertreter im Erweiterten Senat der Uni am Dienstag mitteilten.

Mehr als 60 Prozent der Studierenden sei es wichtig, dass künftig die Themen Klimawandel und ökologische Nachhaltigkeit in ihrem Studium thematisiert werden. Drei Viertel erwarten von der TU Dresden insbesondere auch aktiven Klima- und Umweltschutz am Campus - zum Beispiel den Erhalt von Grünflächen, den Umstieg auf Ökostrom und die Kompensation der CO2-Emissionen von Dienstreisen. An der Online-Umfrage unter den rund 32 000 Studierenden hatten sich etwa 3000 junge Frauen und Männer beteiligt.

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