Forschungspolitik:Sibler: Exzellenzinitiative für Medizin

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Bayerischer Ressortchef rückt an die Spitze der Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern und spricht über seine Ideen.

Bayern hat zum Jahreswechsel den Vorsitz der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern übernommen, Ressortchef Bernd Sibler (CSU) ist damit das neue Gesicht der überregionalen Forschungspolitik. Der Kunst- und Wissenschaftsminister wird der Länderseite in der GWK vorsitzen. Er nimmt das Amt dann mit der neuen Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) wahr. In der GWK arbeiten Bund und Länder bei der Forschungsförderung zusammen, oft geht es um Milliardensummen. Das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem befinde sich in einem sehr guten Zustand, sagte Sibler: "Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen." Zukunftsthemen wie Spitzenmedizin und Gesundheitsversorgung, Nachhaltigkeit oder Quantentechnologien müsse sich die GWK noch gezielter gemeinsam annehmen.

Wichtig ist Sibler auch, die Gesellschaft besser darüber zu informieren, was Wissenschaft tut. Die Pandemie führe "uns ja sehr eindringlich vor Augen, wie wichtig die Vermittlung von Fakten, von Erkenntnissen der Wissenschaft ist". Trotz der aktuell steigenden Inzidenzen sprach sich Sibler weiterhin für Präsenzbetrieb an den Hochschulen aus. Die hohe Impfquote unter Studierenden sowie ein umfassender Instrumentenkasten an didaktischen Möglichkeiten und Infektionsschutzmaßnahmen garantierten möglichst sicheres Studieren, Forschen und Lehren.

Als GWK-Chef will er besonders die Forschung in der Medizin und zu Quantencomputern vorantreiben. So möchte er eine Exzellenzinitiative - also einen hochklassigen Förderwettbewerb - in der Spitzenmedizin auf den Weg bringen; "weil wir spüren, dass die medizinische Forschung und Lehre in vielen Aspekten die Dynamik auch in weiteren Disziplinen der Wissenschaft beschleunigt, die Akzeptanz in der Bevölkerung am größten ist und natürlich nirgendwo deutlicher wird, dass der Mensch im Mittelpunkt der Forschung steht", sagte Sibler. Erfolge beim Quantencomputing könnten sich in vielen Bereichen positiv auswirken, es sei "mit Händen zu greifen, dass dies eine Technologie der Zukunft sein wird".

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