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Rezession:Miese Stimmung in der Industrie

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie schlittert tiefer in die Rezession: Auch im dritten Quartal 2019 ist die Produktion weiter gesunken. Das teilten die Branchenverbände Bayme VBM am Donnerstag mit. Demnach produzierten die Unternehmen von Anfang Juli bis Ende September rund 2,4 Prozent weniger als im Quartal zuvor. Auch für die kommenden Monate seien Rückgänge zu erwarten, sagte Bertram Brossardt, Geschäftsführer der Verbände. Die Stimmung in der Branche sei so schlecht wie seit 2009 nicht mehr - damals erreichte die Finanzkrise ihren Höhepunkt. Auch die Zahl der Beschäftigten in der M+E-Industrie sank: um mehr als 2000 in den vergangenen vier Monaten. "Für 2020 befürchten wir einen Rückgang um 10 000 Beschäftigte", sagte Brossardt. Allerdings gelten die schlechten Erwartungen der Firmen nur fürs Inland; die Lage im Ausland und an den dortigen Produktionsstandorten entwickle sich "entgegengesetzt", so Brossardt. "Wir müssen daher dringend unsere Standortbedingungen verbessern, ansonsten bleiben die Aussichten auf längere Sicht düster." Als ein Grund für die Lage gilt die Krise im Autobau: Herstellern und Zulieferern macht unter anderem die Umstellung auf alternative Antriebe schwer zu schaffen.

© SZ vom 20.12.2019 / maxi

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