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Regensburg:Missbrauch bei den Domspatzen: Immer mehr Opfer melden sich

Seit dem Zwischenbericht vor knapp zwei Wochen steigt die Zahl derjenigen, die sich tatsächlich als Betroffene gemeldet haben, auf rund 340.

Vor knapp zwei Wochen hat Ulrich Weber seinen Zwischenbericht zu Fällen von Missbrauch und Misshandlung bei den Regensburger Domspatzen vorgelegt, seither haben sich weitere 60 mutmaßliche Opfer bei ihm gemeldet. Das bestätigte der Rechtsanwalt am Dienstag der Süddeutschen Zeitung.

Er wertete die weiteren Meldungen als "Bestätigung der aus meinen Opfergesprächen resultierenden Einschätzung", dass zwischen den Fünfzigerjahren und den früheren Neunzigerjahren bis zu 700 Buben Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt gewesen seien.

Regensburger Domspatzen Bis zu 700 Opfer bei Regensburger Domspatzen
Zwischenbericht

Bis zu 700 Opfer bei Regensburger Domspatzen

Ermittler Ulrich Weber spricht von einem System. Das Bistum Regensburg schweigt bisher.   Von Andreas Glas

Die Zahl derjenigen, die sich tatsächlich als Betroffene gemeldet haben, steigt damit auf rund 340. Ulrich Weber war Anfang 2015 vom Bistum Regensburg beauftragt worden, die Übergriffe von Priestern, Lehrern und Erziehern auf die Chorknaben lückenlos aufzuklären.