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Psychologie:Das Virus und die Psyche

Studie: Mehr Menschen wegen psychischer Krankheit berufsunfähig

Depressionen und Angstzustände nahmen in Bayern seit Beginn der Pandemie um elf Prozent zu.

(Foto: Marijan Murat / dpa)

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie klagen mehr Menschen über psychische Probleme. Wer besonders anfällig ist und welche Tipps ein Psychiater gibt, um besser mit den eigenen Ängsten umzugehen.

Von Sara Maria Behbehani

Da ist zum Beispiel der Junge, der an einer Angststörung leidet. Der Kinder- und Jugendpsychiater Johannes Wilkes betreut ihn in seiner Praxis in Erlangen. Die Schwester des Jungen gehört durch eine Erkrankung zur Risikogruppe. Nun traut er sich überhaupt nicht mehr aus dem Haus, weil er keine Gefahr für seine Schwester darstellen will. Schließlich hat er es oft genug gehört, dass sie sich auf keinen Fall infizieren dürfe. "Als Psychiater arbeitet man immer daran, Ängste eigentlich zurückzudrehen", sagt Wilkes. "Aber jetzt haben wir den Panikmodus so aufgedreht, da braucht es sehr lange, diese Ängste wieder aus den Menschen rauszukriegen."

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