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Nürnberg:CSU-Abgeordneter Brückner gibt sexuelle Handlungen mit Jugendlicher zu

Michael Brückner

Der Gemüsebauer und ehemalige CSU-Abgeordnete Michael Brückner

(Foto: dpa)
  • Dem 51-jährigen Michael Brückner wird vorgeworfen, zweimal Sex mit der Jugendlichen gehabt zu haben.
  • Nun hat er eingeräumt, das Mädchen über ein öffentliches Inserat kennengelernt und einen Tag vor ihrem 16. Geburtstag zum ersten Mal getroffen zu haben.
  • Ministerpräsident Seehofer nennt den Rücktritt folgerichtig und unausweichlich.

Der zurückgetretene CSU-Abgeordnete Michael Brückner hat zugegeben, Geschlechtsverkehr mit einer 16-Jährigen gehabt zu haben. Er schäme sich zutiefst für sein Verhalten und danke seiner Familie für die Unterstützung, heißt es in einer Erklärung seiner Anwältin. Ihm würden "zwei einvernehmliche sexuelle Handlungen mit einer Jugendlichen gegen Entgelt" von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen.

Die erste Begegnung habe am Tag vor dem 16. Geburtstag der Jugendlichen stattgefunden. "Beim zweiten Treffen kam es zum Geschlechtsverkehr", räumt Brückner ein. Der Kontakt mit dem Mädchen sei über "öffentliche Inserate" der Jugendlichen zustande gekommen.

Es soll sich um ein Mädchen aus der Nürnberger Region handeln. Sie stamme nicht aus dem familiären Umfeld Brückners, erklärte die Sprecherin der Nürnberger Staatsanwaltschaft, Anita Traud.

Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer nannte den Rücktritt richtig. "Michael Brückner hat einen gewaltigen Fehler gemacht, und für den muss er auch die vollen Konsequenzen tragen", sagte er. "Jetzt muss die Justiz diese Angelegenheit aufarbeiten."

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Finanzminister Markus Söder, zugleich Nürnberger CSU-Bezirksvorsitzender, sagte ebenfalls: "Wir sind alle sehr schockiert. Dies sind schwere Vorwürfe." Brückners Entschluss, von allen Ämtern zurückzutreten, sei "absolut folgerichtig".

Der 51-jährige Großbauer Brückner war am Dienstag von allen seinen Ämtern zurückgetreten; als CSU-Abgeordneter, CSU-Vorsitzender von Nürnberg-Nord und Präsidiumsmitglied des Bauernverbands. Dies sei unausweichlich, hatte er erklärt.

Mit Material von dpa.