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Neu-Ulm und Günzburg:Durchsuchungen bei sieben Verdächtigen wegen Kinderpornografie

Einige der Beschuldigten sollen kinder- und jugendpornografische Bilder über verschiedene Chat-Gruppen erhalten haben. Der jüngste Beschuldigte ist 14 Jahre alt.

Wegen des Verdachts der Kinderpornografie haben Ermittler die Wohnungen von sieben Verdächtigen in den schwäbischen Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg durchsucht. Die Beschuldigten seien zwischen 14 und 40 Jahre alt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Etwa die Hälfte der Verdächtigen sei jünger als 30 Jahre, die andere Hälfte älter. Laut Polizei soll es sich vor allem um Männer handeln.

Einige der Beschuldigten haben den Ermittlern zufolge nicht aktiv nach kinder- und jugendpornografischen Bildern gesucht. Sie sollen diese vielmehr über verschiedene Chat-Gruppen erhalten haben. Eine Anzeige hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Bei den Durchsuchungen stellte die Kriminalpolizei Neu-Ulm acht Mobiltelefone, vier Tablets, drei Computer und andere Datenträger sicher. Diese werden nun ausgewertet.

Bereits im März hatte es in den Landkreisen Durchsuchungen wegen Pornografie-Verdachts gegeben. Diese stehen nach Polizeiangaben aber nicht in Zusammenhang mit dem aktuellen Fall.

Die Ermittler wiesen daraufhin, dass es schon strafbar sein könne, kinder- oder jugendpornografisches Material über Chat-Gruppen zu erhalten, da dieses oft automatisch auf die Geräte heruntergeladen werde. Die Polizei empfiehlt deshalb, große Chat-Gruppen mit unbekannten Mitgliedern zu meiden beziehungsweise aus diesen auszutreten und Mediendateien daraus zu löschen.

© SZ.de/dpa/huy

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