Bayern vor der Wahl "'Mia san mia' ist für viele nicht mehr tragfähig"

Marita Krauss, geboren 1956 in Zürich, ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Bücher zur bayerischen Geschichte und zur Geschichte von Migration und Integration und zur Geschlechtergeschichte.

(Foto: Florian Peljak)

Historikerin Marita Krauss erklärt, wie Bayern sich verändert hat und warum seine Herrscher schon lange vor Seehofer einen Hang zur Selbstüberschätzung hatten.

Interview von Joachim Käppner und Christian Mayer

Einmal vom Starnberger See an die Uni Augsburg und dann in die Münchner Innenstadt: Marita Krauss hat an diesem schönen Spätsommertag schon ihr übliches Fahrpensum hinter sich. Nun sitzt die Professorin für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte auf der Terrasse des Literaturhauses. Sie hat viel zu erzählen über das Wesen der Bayern und ihre schillernden Herrscher.

SZ: Frau Krauss, nach außen markieren bayerische Politiker gerne den starken Mann, wie derzeit der Bundesinnenminister. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Marita Krauss: Bayern war ...

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