Landshut:Haftstrafe für Brandanschlag auf Flüchtlingszelt

Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt. (Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Landshut (dpa/lby) - Für zwei Anschläge auf ein Flüchtlingszelt in Niederbayern ist ein 57 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Landshut zu einer Haftstrafe von einem Jahr und elf Monaten verurteilt worden. Die Vorwürfe lauteten Brandstiftung, versuchte Brandstiftung und Sachbeschädigung. Verletzt worden war bei den Taten in Marklkofen (Landkreis Dingolfing-Landau) niemand. Der Angeklagte hatte gestanden und in seinem letzten Wort von einer „hirnlosen Tat“ gesprochen.

Die Richter sahen es am Montag als erwiesen an, dass der Mann am 31. Januar in einem Zelt für Flüchtlinge aus der Ukraine Feuer legte. Dieses erlosch von selbst wieder, der Sachschaden betrug rund 3500 Euro. Am 2. Februar legte der Mann demnach erneut Feuer. In dem zweiten Fall entzündete sich die Zeltwand, so dass ein Schaden in Höhe von rund 27.500 Euro entstand. Die Richter sahen bei dem Mann eine fremdenfeindliche Gesinnung.

Der Staatsanwalt forderte zwei Jahre und zwei Monate Haft. Der Verteidiger plädierte auf ein Jahr und zehn Monate, unter anderem, weil sein Mandant die Taten vollumfängliche eingeräumt und somit die Ermittlungen erleichtert habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:230807-99-747275/2

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