Flächenfraß Zahl der Unterstützer für Volksbegehren steigt

26 Verbände und Organisationen sind der Initiative gegen Flächenfraß in Bayern beigetreten. Unterdessen hält die Staatsregierung das Volksbegehren weiter für unzulässig.

Zwar ist weiter unklar, ob das Volksbegehren "Betonflut eindämmen - damit Bayern Heimat bleibt" zulässig ist. Aber die Zahl der Unterstützer steigt nach wie vor an. Inzwischen sind 26 Verbände und Organisationen der Initiative gegen den Flächenfraß beigetreten, außer dem Bund Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz zum Beispiel die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung mit 120 000 Mitgliedern und der bayerische Wanderverband mit 100 000 Mitgliedern. Auch kleinere Organisationen wie der Bürgerverein Holzkirchen oder die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal engagieren sich in der Initiative.

"Unser Bündnis repräsentiert deutlich mehr als eine halbe Million Menschen", sagt der Grünen-Politiker und Initiator des Volksbegehrens, Ludwig Hartmann. "Da ist ein starkes Netzwerk herangewachsen, das sich für den Erhalt unserer Natur und geerbten Kulturlandschaft einsetzt." Das Bündnis will den Flächenverbrauch gesetzlich auf fünf Hektar am Tag beschränken. Derzeit beträgt er zehn Hektar. Der Widerstand der Staatsregierung ist ungebrochen. Das Innenministerium hat den Bayerischen Verfassungsgerichtshof angerufen; es hält das Volksbegehren für unzulässig. Die mündliche Verhandlung ist am 18. Juni angesetzt.

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