Bundestagswahl:Mehr Kandidaten stehen zur Wahl

Scholz liegt nun auch in bayerischer Wählergunst vorne

Die Menschen in Bayern haben bei der Bundestagswahl sehr viel mehr Auswahl als vor vier Jahren. Insgesamt treten am 26. September 967 Kandidaten auf Landeslisten und als Wahlkreiskandidaten an, wie Landeswahlleiter Thomas Gößl am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Plus von knapp 42 Prozent.

Frauen sind dabei weiter in der Minderheit: Sie machen nur etwas mehr als 29 Prozent der Kandidaten aus. Allerdings steigt der Anteil: Bei der Wahl im Jahr 2017 lag er nur bei etwas mehr als 25 Prozent. Den höchsten Frauenanteil bei den Kandidaten hat die Tierschutzpartei mit rund 61 Prozent. Die Grünen kommen auf gut 55 Prozent. Bei der AfD sind dagegen nur knapp neun Prozent der Kandidaten Frauen.

Im Schnitt sind die Kandidaten 45 Jahre alt. Die jüngste Partei ist dabei Die Urbane (Du) mit 35 Jahren. Das höchste Durchschnittsalter gibt es bei der MLPD mit 62 Jahren. Und auch bei den einzelnen Kandidaten gibt es eine riesige Bandbreite: Der Jüngste ist 2003 geboren und tritt für Die Partei an, die Älteste erblickte im Jahr 1933 das Licht der Welt und kandidiert auf der Liste der Tierschutzpartei.

Ein Grund für den Anstieg der Kandidatenzahl dürfte das Wachstum bei den Landeslisten sein. 2017 waren es 21, nun treten 26 an. Die meisten Kandidaten schickt die CSU ins Rennen. Auf der Landesliste und in den Wahlkreisen sind es zusammen 115. Dahinter folgen Die Basis mit 83 und Die Partei mit 82. Im aktuellen Bundestag sitzen nach Zahlen des Landeswahlleiters mit Stand März 108 Abgeordnete aus Bayern.

Unterdessen liegt der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in der Wählergunst einer neuen Umfrage zufolge derzeit auch in Bayern vorne. Wenn der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin direkt gewählt würde, käme Scholz dem neuesten Wählercheck der Sendung "17:30 Sat.1 Bayern" zufolge auf 39 Prozent - klar vor Armin Laschet (CDU) mit 21 Prozent und der Grünen-Bewerberin Annalena Baerbock mit 13 Prozent. Bei den Parteien läge die CSU bei der sogenannten Sonntagsfrage zwar weiter vorn, käme aber mit 29 Prozent (+1) erneut nicht über 30 Prozent. Beim zurückliegenden Wählercheck, der am 14. September veröffentlicht wurde, lag die CSU bei 28 Prozent. 17 Prozent (-1) würden die SPD wählen, 16 Prozent die Grünen (-2). Der FDP würden 13 Prozent (+1) der Wähler ihre Stimme geben, der AfD unverändert elf Prozent. Die Freien Wähler verlieren einen Punkt und kämen auf fünf Prozent.

© SZ vom 17.09.2021 / dpa
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