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Affären und Politikfrust in Bayern:Ein Drohanruf beim ZDF und die Folgen

Horst Seehofer hat der CSU ein neues Schlagwort geschenkt: "Schmutzeleien". Das ist nun der parteioffizielle Begriff für schmutzige Tricks. Eben solche hat Seehofer bei der Weihnachtsfeier 2012 vor Journalisten seinem Finanzminister Markus Söder vorgeworfen. Genau genommen lautete der Vorwurf, dass sich Söder "zu viele Schmutzeleien" leiste, was bedeutet, dass wenige Schmutzeleien wohl in Ordnung gingen.

Seehofer rechnete zudem mit vielen Parteikollegen ab. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer spiele sich wie ein "Zar" auf, der frühere Partei-Liebling Karl-Theodor zu Guttenberg sei bloß ein "Glühwürmchen". Bis heute ist nicht klar, was in Seehofer gefahren war. Er behauptet, er habe mal auf den Tisch hauen müssen, es wäre Zeit geworden. Die Partei war verstört. In Söder ist ihm ein Gegner erwachsen, der ihm noch einmal gefährlich werden könnte. Mike Szymanski