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Zum Jahreswechsel:Strengere Abgasnormen für Motorräder

Neuerungen auch für Motorradfahrer: Vom 1. Januar an erhalten Zweiräder mit mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum und/oder einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h nur dann eine Typgenehmigung, wenn sie mindestens die Abgasnorm Euro 4 erfüllen. Deren Grenzwerte einzuhalten, stellt dem ADAC zufolge für viele Hersteller eine große Herausforderung dar. Die sollten sie jedoch bewältigen, denn schon von 2020 an gilt die noch strengere Abgasnorm Euro 5.

Weniger schwierig dürfte eine andere Regel umzusetzen sein: Motorräder mit mehr als 125 Kubikzentimeter Hubraum müssen bald mit ABS und einem sogenannten Kombi-Bremssystem ausgerüstet sein. Verfügt ein Motorrad nicht über diese Sicherheitssysteme, erhält es keine Typgenehmigung. Von 2017 an müssen die Technologien dann in alle neu zugelassenen Motorräder eingebaut sein. Für alte Motorräder bleibt ein Bestandsschutz, sie müssen nicht nachgerüstet werden.

Das Carsharing-Gesetz könnte noch 2016 kommen

Immer mehr Menschen teilen sich ein Auto. Künftig könnten Carsharing-Nutzer mit dem Segen des Staates Privilegien genießen. Im Laufe des Jahres soll ein Gesetz verabschiedet werden, das den Begriff "Carsharing-Fahrzeug" definiert und festlegt, wie diese gekennzeichnet werden sollen. Denkbar ist eine ähnliche Regelung wie beim Elektromobilitäts-Gesetz, das E-Autos Vorteile wie speziell ausgewiesene und gebührenfreie Parkplätze oder die Nutzung von Busspuren einräumt. Allerdings gibt es keinen Zwang für Städte und Gemeinden, das Gesetz umzusetzen.

Weiterhin Förderung für Partikelfilter-Nachrüstung

Außerdem will das Umweltbundesamt die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern weiterhin fördern. Bis Ende 2015 hatte die Bundesregierung ursprünglich 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, von denen aber nur gut 20 Prozent in Anspruch genommen wurden. Deshalb wurde das Geld in den Haushalt für 2016 übernommen und kann von Besitzern eines Dieselautos, das vor 2007 neu zugelassen wurde, in Anspruch genommen werden.

Fußgängerschutz wird wichtiger

Für die Autohersteller ändert sich ebenfalls etwas: Sie müssen das Verletzungsrisiko ihrer Produkte bei Unfällen mit Fußgängern verbessern. Wer beim Crashtest der Sicherheitsorganisation Euro NCAP künftig die Höchstzahl von fünf Sternen erreichen möchte, muss einen Notfall-Bremsassistenten mit Fußgängererkennung an Bord haben. Die Technologie muss bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 40 km/h einen Zusammenstoß mit Fußgängern verhindern können. Bei einem Tempo von 60 km/h muss das Auto seine Geschwindigkeit so stark reduzieren, dass die Verletzungen des Unfallopfers spürbar gemindert werden. Wann genau Euro NCAP das neue Bewertungsschema einführt, steht noch nicht fest.

© SZ.de/mkoh/rus

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