Yachten von Autoherstellern:Autohersteller wagen sich aufs Wasser

Yacht statt Auto: Lexus hat sein erstes Luxusboot vorgestellt. Die Japaner begeben sich damit in die illustre Gesellschaft von Aston Martin, Porsche oder Mercedes-AMG.

Von Felix Reek

10 Bilder

Lexus Sportyacht

Quelle: John Linn; PR

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Mit ihrem runden, langgezogenen und metallisch schimmernden Bug erinnert diese Yacht an ein Auto. Kein Wunder, schließlich wurde das Boot im Auftrag von Lexus entwickelt. Toyotas Luxusmarke stellt damit ihr erstes Schiff vor und ist der nächste Automobilhersteller, der sich auf das Meer wagt. Wenn auch nicht ohne Hilfe: Die Konstruktion des 885 PS starken Boots des Toyota Marine Department übernahm die Marquis-Carver Yacht Group aus Wisconsin in den USA.

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Quelle: John Linn; PR

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Zwei V8-Motoren, die auf den Triebwerken der Lexus-Sportwagen RC F und GS F basieren, beschleunigen die Yacht auf eine Geschwindigkeit von bis zu 42 Knoten (etwa 78 km/h).

Die verwendeten Materialien stammen aus dem Automobilbau: karbonfaserverstärkte Kunststoffe, die sonst in Hochleistungssportwagen verwendet werden.

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Quelle: John Linn; PR

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Eine Koje zum Übernachten gibt es auf der Luxusyacht nicht. Zumindest kann man aber duschen und kochen. Der Preis steht noch nicht fest - das Schiff von Lexus ist bisher nur eine Studie. Billig dürfte die Yacht allerdings nicht werden. Wie andere Automarken zuvor versuchen die Japaner, im hochpreisigen maritimen Segment potenzielle Käufer für ihre Fahrzeuge zu finden.

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Quelle: Aston Martin

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Neue Kundenkreise möchte sich auch Aston Martin erschließen. Auf der letztjährigen Monaco Yacht Show debütierte das Boot AM37. Darin finden acht Personen Platz. Sobald sie einen Tisch zum Bett umbauen, können zwei von ihnen im Rumpf übernachten. Die Kabine ist außerdem mit einer Klimaanlage, Kaffeemaschine, einem Kühlschrank und Mikrowellenherd ausgestattet. Auch eine Toilette ist vorhanden.

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Quelle: Aston Martin

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Wie Toyota/Lexus hat sich auch Aston Martin mit einem Spezialisten zusammengetan. Die Werft Quintessence baut die gut elf Meter (37 Fuß) lange AM37. Bei der Motorisierung haben Kunden die Wahl zwischen zwei 375 PS starken Diesel-Triebwerken oder zwei Benzinern mit je 436 PS. Doch nur die S-Version mit zwei 527 PS starken Benzinaggregaten schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Knoten (knapp 93 km/h). Die Motoren stammen vom Spezialisten Mercury.

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Quelle: Daimler AG

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Cigarette AMG Electric Drive

Passend zu seinen Hochleistungssportwagen stellt der werksinterne Mercedes-Tuner AMG seit Jahren in Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Cigarette Speedboote vor. 2013 zum Beispiel das Cigarette AMG Electric Drive, das auf die Elektromotoren des SLS AMG zurückgreift. Doch während das Auto nur vier davon verwendet, spannen beim Boot gleich zwölf der Triebwerke zusammen. Jeder einzelne leistet 188 PS, was eine Gesamtleistung von 2256 PS ergibt. Damit beschleunigt das Schnellboot auf bis zu 86 Knoten (160 km/h) - rein elektrisch, versteht sich.

Optisch orientiert sich das Cigarette Electric Drive ebenso an seinem automobilen Vorbild. Farbe, Carbonelemente und die Instrumente wurden an die Elektroversion des Sportwagens SLS angelehnt.

Das Elektroboot ist aber nicht das einzige aus der Zusammenarbeit: In Anlehnung an AMGs Black-Series-Modelle und den GT S baut Cigarette ebenfalls passende Rennboote.

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Quelle: Daimler AG

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Etwas gemächlicher geht es beim "Silberpfeil der Meere" zu, der im letzen Sommer zum ersten Mal an der Côte d'Azur entlang schipperte: die Silver Line Silver Arrow 460 Granturismo von Mutterkonzern Mercedes.

Mit etwa 1000 PS Leistung beschleunigt die Yacht auf bis zu 40 Knoten (74 km/h) - gesetzt den Fall, man kann sich den Preis von 1,5 Millionen Euro leisten. Dafür gibt es vollwertige Kabinen und einen Weinkeller an Bord. Ein bisschen Stil muss sein.

Einziger Kritikpunkt: Die Silver Line Arrow wird zwar im Auftrag von Mercedes gebaut, doch die Motoren kommen nicht aus Schwaben, sondern vom Spezialisten Yanmar.

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Quelle: PR

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Wenn es um Geschwindigkeit und Luxus geht, ist Porsche nicht weit. 2007 zeigten die Stuttgarter auf der Miami Boat Show ihre Version eines Speedboats. Entworfen wurde die Fearless 28 von Porsche Design, gebaut vom US-Hersteller Fearless Yachts.

Der Rumpf des Bootes besteht aus Glasfaser, die mit Karbon verstärkt wurde, das Cockpit ist an das eines Porsches angelehnt. Einen Motor aus Zuffenhausen gibt es aber auch hier nicht: Das maximal 557 PS starke "Turbo-Boot" wird von Mercury-Aggregaten angetrieben.

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Quelle: Fisker

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Im hochpreisigen Segment kennt sich auch Henrik Fisker aus. Der Mann, der für BMW den Z8 und für Aston Martin den DB9 entwarf, baute zwischen 2008 und 2013 eigene exklusive Sportwagen. Dementsprechend ist auch die in Zusammenarbeit mit dem italienischen Bootsbauer Benetti entstandene Superyacht Fisker 50 nicht gerade ein Schnäppchen. 35 Millionen Euro soll das 2016 vorgestellte Schiff im Sportwagenlook kosten. In Serie geht es, wenn genug Vorbestellungen vorliegen.

Dafür gibt es Luxus pur. Das Oberdeck lässt sich zum Beispiel entweder als Fitnessstudio oder Kino nutzen.

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Quelle: Fisker

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Dazu gibt es im Inneren einen Beach Club, ein Spa, mehrere Bars, Jetskis und einen Jacuzzi mit Blick aufs Meer. Damit man das als Millionär nicht allein genießen muss, bietet die Yacht zwölf Gästezimmer.

© Süddeutsche.de/harl/liv
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