Volvo V40:Vier Benziner und drei Diesel als Motoren

Das Motorenangebot umfasst vier Benziner und drei Diesel. Der stärkste T5 ist ein 2,5-Liter-Fünfzylinder mit 254 PS, der im Overboost-Modus 400 Newtonmeter mobilisiert. Die gleiche Maschine gibt es auch als 2,0-Liter-Aggregat mit 213 PS und 300 Newtonmeter. Der 1,6-Liter-Turbo leistet im T3 150 PS und im T4 180 PS. Die Drehmomentkurve gipfelt während der kurzen Overboost-Phase in beiden Fällen bei 270 Nm. Im D2 tut ein 1,6-Liter-Diesel mit 115 PS und 270 Newtonmetern Dienst, im D3 kommt ein 150 PS / 400 Newtonmeter starker 2,0-Liter-Fünfzylinder zum Einsatz, im D4 leistet der gleiche Antrieb 177 PS.

Für T4 und D2 bekommt man auf Wunsch das Powershift-Doppelkupplungsgetriebe, für T5, D4 und D3 ist ein Sechsgangautomat im Angebot. Der D2 begnügt sich im Schnitt mit 3,6 Liter, was einem CO2- Wert von 94 g/km entspricht. Am anderen Ende der Skala tobt der 250 km/h schnelle T5 in 6,5 Sekunden von null auf 100 km/h und verbraucht im EU-Mix 7,7 Liter. Alle gefahrenen Motoren gefallen in Bezug auf Leistung, Kraftentfaltung und Laufruhe, doch das Comeback der fast vergessenen Turbo-Gedenksekunde (Benziner) und die teilweise ausgeprägte Anfahrschwäche (Diesel) trüben den souveränen Gesamteindruck.

Die Preise reichen von knapp 25.000 Euro für D2 und T3 bis fast 35.000 Euro für den D4 mit Topausstattung. Für Leder, 18-Zoll-Alufelgen, Rückfahrkamera, Xenon, Navigation, aktiven Tempomat und Soundsystem ist in Summe (und in Verbindung mit den teilweise deutlich günstigeren Paketen) ein Zuschlag von rund 7000 Euro fällig. Das ist viel Geld - aber bei Volvo zahlt man immer noch weniger als bei den deutschen Premiumanbietern. Die Kaufentscheidung fällt zwangsläufig dort, wo sich die Spreu vom Weizen trennt: auf der Straße. Hier macht der V40 nicht nur aufgrund der optionalen Breitreifen eine gute Figur.

Der V40 lässt wenig vermissen

Erstaunlicherweise leidet der Federungskomfort kaum unter den 18-Zöllern, die viel Grip aufbauen und auch beim Bremsen Pluspunkte sammeln. Nur in Verbindung mit dem tiefergelegten Sportfahrwerk ist es mit der Grundgeschmeidigkeit der flankensteifen XXL-Gummis nicht weit her. Zu den Stärken des V40 gehören die flüssig-progressiven Bewegungsabläufe; die harmonische Gewichtung von Gas, Bremse, Kupplung und Lenkung; das neutrale Eigenlenkverhalten ohne Lastwechselkick und Lenkradzerren; der gleichermaßen talentierte Umgang mit schnellen Autobahnkurven und Erster-Gang-Haarnadeln.

Schwächen? Schaltpaddel am Lenkrad und verstellbare Dämpfer wären eine feine Sache; der übereifrige Elektronik-Filter in Lenkung, Stabilitätsprogramm und Schlupfregelung dimmt die Dynamik im Grenzbereich; der Bremse fehlt im engen Kurvengeschlängel der letzte Biss. Dafür bringt Volvo den V40 schon bald als speziell für Europa zugeschnittenen Diesel-Plug-in-Hybrid, und auf dem Pariser Salon im Oktober steht mit dem XC40 Crossover bereits die nächste Modellvariante - weitere werden folgen.

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