Tesla Model S Performance:Das Elektroauto geht in die Offensive

Drei Jahre mussten die Kunden auf ihre vorbestellten Elektrolimousinen warten. In Kalifornien sind nun die ersten acht Tesla Model S ausgeliefert worden. Eine Ausfahrt in einer Elektrolimousine, die die Automobilwelt auf den Kopf stellen will.

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Das beste Auto der Welt

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Tesla Model S Performance:Tesla Model S Performance

Drei Jahre mussten die Kunden auf ihre vorbestellten Elektrolimousinen warten. In Kalifornien sind nun die ersten acht Tesla Model S ausgeliefert worden. Eine Ausfahrt in einer Elektrolimousine, die die Automobilwelt auf den Kopf stellen will.

"Wir werden keine Werbung schalten, denn unser Auto verkauft sich von allein. Es ist das beste Auto der Welt", tönt der Verkaufsverantwortliche George Blankenship (im Bild) von Tesla Motors in den USA. Er meint den Model S. Eine 2,1 Tonnen schwere Limousine, die ausschließlich mit Strom betrieben wird und bis zu sieben Insassen Platz bietet. Der Model S wird in diesen Tagen an seine ersten acht Kunden ausgeliefert. Die Wartezeit betrug drei Jahre, dementsprechend gespannt sind ihre neuen Besitzer bei der Erstauslieferung am Firmensitz im kalifornischen Fremont.

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Der bis zu 209 Kilometer pro Stunde schnelle und 310 kW (das entspricht 416 PS) starke Model S setzt seitens der Fahrdynamik und seiner technischen Finessen seine benzinbetriebene Konkurrenz mächtig unter Druck. "Wir haben das Ziel, Fahrzeuge wie den 5er BMW und den Porsche Panamera zu schlagen," sagt Tesla-Chef Elon Musk (im Bild).

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Die lautlose Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 innerhalb von 4,5 Sekunden erledigt der Wagen mühelos, auch dank des kraftvollen Drehmoments von 600 Newtonmeter. Die Traktionskontrolle gewährleistet eine ständige Überwachung und Regelung der immensen Antriebskraft.

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Im Gegensatz zum Tesla Model X, der auf gleicher Plattform als Crossover mit Hinterrad- oder Allradantrieb ab 2013 zu bekommen sein wird, werden die Model-S-Versionen zunächst ausschließlich über die Hinterachse angetrieben.

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Die Verarbeitung der im Innenraum verwendeten Materialien fährt hinter den  selbstgesteckten Premiumansprüchen her. Hier muss auf baldiges Nachbessern gehofft werden, sonst wird es nichts mit dem Angriff auf das Verbrenner-Gespann aus BMW, Audi, Mercedes und Porsche.

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Der 17-Zoll-große, hochkant in die Mittelkonsole eingelassene Bildschirm ruft  einen ständigen Drang hervor, irgendetwas einstellen zu wollen. das ist gut für Technikfans und schlecht für die Aufmerksamkeit des Lenkers im Fahrbetrieb. Der berührungsempfindliche Alleskönner ist sogar schon ab der Grundausstattung im kleinsten Modell des Tesla verfügbar, sprich ab 49.900 US-Dollar.

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Ein genauer Blick ins Detail offenbart weitere Schwächen des vermeintlich "besten Autos der Welt". So lässt sich die Lenkung zwar in drei Stufen verändern, doch weist sie auch noch im sportlichsten Modus die US-typischen Ungenauigkeiten auf. Von einer präzisen Lenkung kann hier keine Rede sein. Dem tiefen Schwerpunkt, der das Resultat der im Unterboden verbauten Batterie ist, ist es zu verdanken, dass der Tesla dennoch schnell durch enge Kurven pilotiert werden kann. Die Bremse macht das, was sie soll, müsste aber definitiv noch härter zupacken. Hier wäre in Anbetracht des hohen Gewichts eine bissigere Sportbremse durchaus angebracht.

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In  der Basisausstattung gibt es gegen 1500 US-Dollar Aufpreis eine verstellbare Luftfederung zu kaufen.

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Hier wird auch schnell der Nachteil eines lautlosen Gefährts deutlich, denn in engen Kurven und auf unebener Fahrbahn knarzt und ächzt es hin und wieder im Aluminium-Gebälk der Karosserie. Zudem vermitteln die Kinder-Sitzplätze im Heck (im Bild) nach dem Studium der Crashtest-Daten nicht den Wunsch, dort sitzen zu wollen.

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Trotz der Schwächen des Model S muss Tesla bescheinigt werden, dass der bis zu 480 Kilometer weit reichende Lithium-Ionen-Akku und alle an ihm angeschlossenen technischen Applikationen einen zuverlässigen Blick in eine elektrische Automobilzukunft bieten, in der der Fahrspaß nicht zu kurz kommen muss.

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Mit Ladedauern von bis zu zehn Stunden ist es zudem jedem selbst überlassen, wie viel Zeit er mit dem Aufladen verbringen möchte. Es ist alles nur eine Frage der Einstellung - und des Preises, welche Ladeoption der Kunde will. Ein interessantes Detail verriet Technik-Chef Job Straubel am Rande: "Ein schwaches Batteriepack lässt sich ohne Weiteres mit einem stärkeren Pack tauschen, ohne dass danach eine neue Fahrwerksabstimmung vorgenommen werden muss. Die Gewichtsunterschiede sind so klein, dass eine Neueinstellung nicht notwendig ist".  Selbst die Höchstgeschwindigkeit kann so wesentlich erhöht werden, was für Märkte in Zentraleuropa durchaus ein Thema sein dürfte. Warum Tesla das nicht serienmäßig tut, erklärte Straubel so: "Die Nachfrage ist nicht da. Ganz einfach."

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Anfang des Jahres 2013 sollen die ersten Elektro-Modelle auch in Europa erhältlich sein. Über die Preise ist noch nichts bekannt.

© süddeutsche.de/pi/goro/sebi
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