bedeckt München 14°

Smart Pedelec:Gut, aber nicht günstig

Die Elektromobilität kommt in Deutschland nur schleppend in Gang. Der Markt für elektrisch betriebene Fahrräder allerdings wächst. Smart bietet nun auch ein E-Bike an, ein stromerndes Luxusgefährt. Das Design begeistert, aber der Preis schockt.

Sebastian Viehmann

14 Bilder

Esel auf Draht

Quelle: SV2

1 / 14

Die Sonne brennt, die Straße will nicht enden. Jetzt muss man sich auf dem Fahrradsattel eigentlich quälen. Nicht beim Smart E-Bike: Ein Knopfdruck, schon wird das Treten kinderleicht. Die Hauptarbeit übernimmt ein Elektromotor.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

2 / 14

Das E-Bike hat einen 250 Watt starken Elektromotor, der den Radler in vier verschiedenen Leistungsstufen und bis zu einem Tempo von maximal 25 km/h unterstützt. Eine Kette sucht man am smarten Drahtesel vergeblich, ein Zahnriemen übernimmt die Kraftübertragung.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

3 / 14

Das E-Bike ist ein so genanntes Pedelec, also ein Hybridfahrzeug: Der Fahrer muss immer noch in die Pedale treten, wird dabei aber unterstützt vom elektrischen Nabenmotor im Hinterrad (im Bild). Die Stärke der Unterstützung ist in vier Stufen regelbar.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

4 / 14

Wenn man den Motor ausschaltet, bewegt sich das Bike wie ein normales Rad. Man kann also auch bei leerem Akku jederzeit per Muskelkraft weiterstrampeln. Leider hat das Smart-Velo nur eine Nabenschaltung mit drei Gängen, ein paar mehr Schaltstufen hätten es schon sein können.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

5 / 14

Je nachdem wie sehr und wie oft man sich vom Motor helfen lässt, soll der Saft des 423 Wattstunden großen Lithium-Ionen-Akkus für bis zu 100 Kilometer reichen. Das wäre erheblich mehr als bei den gängigen Pedelecs auf dem Markt. "Auch das Gewicht des Fahrers beeinflusst die Reichweite", sagt E-Bike-Entwickler Felix Britsch. Der Akku ist herausnehmbar und wird zuhause an der Steckdose aufgeladen, oder man stöpselt das kleine Ladegerät direkt in der Garage an.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

6 / 14

Das Smart-Fahrrad kann mehr als die meisten Pedelecs. Beim Bremsen wir der Radnabenmotor zum Generator und gewinnt per Rekuperation Energie für die Batterie zurück, ähnlich wie bei vielen Elektroautos.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

7 / 14

Neben der Technik spielte ist das Design des Bikes für potenzielle Kunden sehr wichtig. Der Akku wurde sehr gefällig ins Gesamtdesign des Rades integriert. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Spezielle Leichtlaufreifen reduzieren die Reibung, der LED-Scheinwerfer (im Bild) hat eine Tagfahrlichtfunktion und die hydraulischen Scheibenbremsen packen kräftig zu.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

8 / 14

Leider lässt sich Smart einen Gepäckträger extra bezahlen. Dabei ist das in Deutschland gefertigte E-Bike mit einem Preis von 2849 Euro selbst für ein hochwertiges Pedelec sehr teuer.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

9 / 14

Enttäuschend ist das schmucklose Bordcomputer-Display. Wären die Knöpfe für Elektro-Assistenz und Rekuperation in den Lenker integriert und nicht in den Bordcomputer, hätte das die Bedienung erheblich erleichtert. Über den serienmäßigen USB-Anschluss oder die Smartphone-Halterung lässt sich die Bedienung mit einer passenden App immerhin attraktiver gestalten. Bei den ersten Testfahrten war das System aber noch nicht verfügbar.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

10 / 14

Ebenfalls optional anbieten will der Hersteller einen Heckgepäckträger fürs Auto, so dass man sein Zweirad auch beim vierrädrigen Smart immer an Bord hat.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

11 / 14

Der Markt der elektrischen Zweiräder hat noch viel Potenzial. Der deutsche Zweirad-Industrieverband geht davon aus, dass bis 2018 jedes sechste verkaufte Fahrrad ein Pedelec mit elektrischem Hilfsantrieb sein wird. Was hierzulande meistens als Sportgerät für Senioren über den Ladentisch geht, ist in anderen Ländern längst zum Massenprodukt geworden.

Esel auf Draht

Quelle: SV2

12 / 14

In China wurden allein 2011 mehr als 22 Millionen Elektrofahrräder verkauft, im Vergleich zu nicht einmal 7000 Elektroautos seit 2009.

70 BMW-MOTORROLLER FÜR ROMS POLIZISTEN

Quelle: DPA

13 / 14

Auch deutsche Automarken entdecken die Lust am Zweirad - beziehungsweise finden sie wieder. BMW überraschte vor zwölf Jahren mit dem überdachten Motorroller C1 (im Bild) und hat nun  zwei neue Scooter ins Programm genommen.

BMW Scooter

Quelle: BMW

14 / 14

Die werden zwar konventionell betrieben, doch BMWs Elektromarke BMWi wird vermutlich auch bald den Technologietransfer für stromernde Roller und Fahrräder leisten. Selbst Porsche experimentiert mit Hybridfahrrädern.

© süddeutsche.de/pi/goro/beu

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite