SeefahrtRolls-Royce will unbemannte Schiffe bauen

Sie sollen in einer Kommandozentrale wie aus einem Science-Fiction-Film gesteuert werden.

Von Felix Reek

Im Präsentationsvideo von Rolls-Royce sitzt ein adretter Mitarbeiter umringt von Computern und Displays entspannt in der Kommandozentrale. Neben ihm eine Kaffeetasse mit dem Firmenlogo des britischen Herstellers. Eine erotisch-unterkühlte Frauenstimme meldet sich. Es ist der Computer: "Dynamische Standortbestimmung. Wir haben den Kontakt zu Schiff RR-9835 verloren. Vorgeschlagene Aktion: Analyse. Ihre Befehle?" Der Mitarbeiter entgegnet: "Durchführen." Und der Computer erledigt den Rest. Auf dem Bildschirm sieht man, wie eine Kamera über das Schiff gleitet und nach Fehlern scannt.

Was im Video wie eine Mischung aus diversen Science-Fiction-Blockbustern wie "Minority Report" und "Star Trek" aussieht, soll Rolls-Royce zufolge bereits ab 2020 Wirklichkeit werden. Der Hersteller von Flugzeugmotoren und Schifffahrtstechnik, der in den Siebziger Jahren von der berühmten Luxuautomobilmarke getrennt wurde, will bereits im nächsten Jahrzehnt unbemannte Frachter über die Weltmeere schicken.

Bild: Rolls-Royce 29. Juni 2016, 18:492016-06-29 18:49:24 © SZ.de/harl/ghe