Autoneuheiten auf der IAA 2019Der Ärger ist programmiert

Endlich zeigen die Hersteller bezahlbare Elektroautos auf der Messe in Frankfurt. Doch die Deutschen präsentieren noch immer vor allem SUVs und Spritschlucker.

Von Felix Reek

Es ist nicht mehr leicht, Autos auf der IAA auszustellen. Viele Hersteller präsentieren ihre Neuheiten lieber im eigenen Rahmen und bleiben der Messe in diesem Jahr ganz fern. Und auch das gesellschaftliche Klima hat sich verändert. Das Auto steht so stark wie nie zuvor in der Kritik. Umweltschutz und der drohende Verkehrsinfarkt bestimmen die Diskussion. Die Aktivisten von "Sand im Getriebe" bezeichneten die Autoindustrie sogar als "hochgradig kriminell". Sie demonstrieren genauso wie Greenpeace und andere Gruppen in Frankfurt.

Ganz unverdient ist der aktuelle Druck auf die Autoindustrie nicht. Zwar zeigen viele Hersteller in diesem Jahr endlich Elektroautos in Frankfurt, die es auch bald zu kaufen gibt, doch die Mehrheit bietet ein gewohntes Bild: Ein SUV reiht sich an das nächste, garniert mit den Sport-Versionen der Volumenmodelle von Audi, BMW, Mercedes und Co.

Bild: REUTERS 11. September 2019, 15:032019-09-11 15:03:18 © SZ.de/ihe