bedeckt München 25°

Genf 2011: Mikrobus Mia Electric:Flexibel und frech

Die etablierten Autobauer zeigen in Genf fast nur Prototypen mit ungewissem Serienstart. Elektroautos, die man zeitnah und zu relativ normalen Preisen kaufen kann, bieten andere an. Zum Beispiel die Firma Mia.

Eine interessante Elektro-Weltpremiere wird auf dem Genfer Autosalon am Stand von Mia Electric gefeiert. Das Unternehmen, das seine Zentralen in Essen und im Saarland hat, gehört nicht zu den kleinen Ökoauto-Start-ups, die ihre bescheidenen Zelte auf der Sonderfläche im grünen Pavillon aufgeschlagen haben.

Genf 2011: Mikrobus Mia Electric

Murat liebt Mia

Mia präsentiert sich in einer der Haupthallen neben den Großen der Branche und stellt auf dem strahlendweißen Hochglanzpodium ein Stadtauto in Mikrobusform aus, das in drei Varianten - als Drei- oder Viersitzer oder als kleiner Transporter - zu haben ist.

Mia heißt das Fahrzeug - und das ist offenbar kein Neutrum, sondern weiblich. Die Marketingleute jedenfalls sprechen von "der Mia", wenn sie Interessenten über das Produkt informieren.

Der Mann, der hinter der Mia steckt, ist Murat Günak, in der Vergangenheit Automobildesigner bei Mercedes, Peugeot und Volkswagen. Vor einigen Jahren hat der Freidenker, wie Günak sich selbst gern nennt, allerdings seine Sympathie für alternative Antriebe und eine völlig neue Art von Autos entdeckt.

Unter dem Dach der etablierten Hersteller fand der Designer nicht den Freiraum für konsequent innovative Produkte, wie er sie sich vorstellt. So schlug Günak einen neuen Weg ein und brachte 2007 gemeinsam mit einem Schweizer Investor das Unternehmen Mindset an den Start. Für Mindset entwickelte er einen sportlichen Elektroflitzer.

Mia rollt nun unter einem anderen Firmendach an - und ist auch in punkto Konzept und Design ein klarer Gegenentwurf zum Schweizer Projekt. Der Kleinstbus soll durch hohen Nutzwert als Familienauto oder Minilaster im städtischen Umfeld überzeugen - und trotzdem nicht vernunftbetont und spaßlos, sondern chic und stylish rüberkommen.

Die kleinste Mia-Variante, die inklusive Transport- und Zulassungskosten zu Preisen ab 19.500 Euro angeboten wird, ist 2,87 Meter lang, 1,64 Meter breit und 1,55 Meter hoch. Die Fahrgastzelle besteht aus einer thermogeformter ABS-Karosserie. Kunden können die Hülle in cremeweißem Lack, in gebürsteter Alu-Optik oder im Karbon-Look bestellen.

Elektroauto Mindset

Der Status-Stromer