Die günstigste Möglichkeit, den neuen BMW X6 zu fahren, ist der 66 150 Euro teure 35i mit 306 PS starkem Benzinmotor. 500 Euro teurer ist der 258 PS starke Einstiegsdiesel 30d. Der 55 PS stärkere X6 40d kostet mindestens 71 850 Euro. Damit sind diese Modelle zwischen 5750 und 6750 Euro teurer als die identisch motorisierten und deutlich praktischeren X5-Varianten.

Schwer erklärbar ist die Preisgestaltung bei den Topmodellen. Der vorläufige Top-Benziner 50i mit 450 PS starkem Biturbo-V8 kostet 82 500 Euro - und ist damit 4800 Euro günstiger als der fast 70 PS schwächere Diesel M50d. Aber wie der Erfolg der ersten X6-Generation zeigt, treffen deren Käufer ihre Entscheidungen nicht unbedingt nach rationalen Gesichtspunkten.

Welches Potenzial in BMWs Erfolgsrezept steckt, wird Mercedes übrigens bald ausprobieren. Der MLC, die Coupévariante der M-Klasse, lässt nicht mehr lange auf sich warten. Man darf gespannt sein, wie sich dessen Verkaufszahlen entwickeln - und ob die neue Konkurrenz den X6-Absatz beeinflusst.

Bild: SOM 14. Oktober 2014, 12:152014-10-14 12:15:01 © SZ.de/Press-inform/Marcel Sommer/harl/leja/rus