Eurobike-Fahrradtrends Elektrisch, praktisch, gut

Die größte Bike-Messe der Welt zeigt in diesem Jahr, dass Fahrräder mittlerweile eine ernsthafte Konkurrenz zum Auto sind - als Pendlermobil, Transporter oder Taxi. Das sind die wichtigsten Neuheiten.

Von Felix Reek

Die Eurobike (4. bis 7. September) am Bodensee ist für die Fahrradhersteller das, was die IAA lange Zeit für das Auto war: der wichtigste Branchentreffpunkt, auf dem sie ihre Neuheiten den Kunden vorstellen können. Doch während Frankfurt damit kämpft, dass immer mehr Hersteller der Messe fernbleiben, boomt der Fahrrad-Sektor, 1400 Aussteller sind es in diesem Jahr in Friedrichshafen. Das liegt auch daran, dass sich das Fahrrad in den letzten Jahren zu einer ernsthaften Alternative zum Autofahren entwickelt hat. Immer mehr Angebote zielen darauf ab.

Wie zum Beispiel der Trend zum Lastenfahrrad. Mit ihm lässt sich der Einkauf erledigen oder die Kinder in die Krippe transportieren. Oft sind die Cargo-Bikes allerdings sehr groß und sperrig, ein Nachteil auf den oft noch schmalen Radwegen. Der deutsche Hersteller Muli Cycles hat dafür das e-Muli Steps (im Bild) entwickelt. Es ist mit zwei Metern kaum länger als ein normales Fahrrad, kann zwei Kinder transportieren oder bis zu 100 Liter Gepäck. Der Korb lässt sich zudem zusammenklappen, wenn er nicht genutzt wird. Unterstützt wird der Radler durch einen Shimano StePS 6100 Elektromotor. Reichweite und Preis sind allerdings noch nicht bekannt, das e-Muli kommt Mitte 2020 auf den Markt.

Bild: dpa 3. September 2019, 11:092019-09-03 11:09:53 © SZ.de/cku