BMW Vision EfficientDynamics:Öko-Sport hat seinen Preis

Als Klammer zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Project-i-Autos fungiert der Baustoff Kohlefaser. Erst jetzt, da man die strategische Bedeutung des Sportwagens kennt, erweist sich die Heckmotorbauweise auch als wirklich sinnvoll. Dass der Motor hinten eingebaut ist, bedeutet vorzügliche Traktion, kleiner Wendekreis, gutes Crash-Verhalten, niedriger Schwerpunkt, hohe Querdynamik, überzeugendes Packageing auch in Verbindung mit alternativen Antrieben und eine vom Antrieb unbelastete Lenkung, die sich voll und ganz auf das Lenken konzentrieren kann.

Drei Varianten kennzeichnen den i-Antrieb: der hier vorgestellte Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von maximal 50 km, der Range Extender mit einem ZEV-Radius von bis zu 100 km und die pure Batteriepower, die zwischen zwei Steckdosen bei entsprechendem Fahrstil eine Entfernung von 200 km zulässt. In Verbindung mit dem 25 Liter kleinen Dieseltank muss der windschnittige (cw 0,22) Plug-in-Hingucker nur alle 700 km an die Zapfsäule.

Den i8 soll es später auch als rund 175.000 Euro teure M-Variante mit Kers-Booster geben. Dabei wird der Dreizylinder durch einen Verbrenner mit acht Zylindern ersetzt, der sich den Bauraum zwischen den Hinterrädern mit dem Doppelkupplungsgetriebe teilen muss. Der Elektroantrieb darf sich dagegen vorne ausbreiten.

Zu viel Geld für einen Öko-Sportwagen? High-Tech und High-Mech haben eben ihren Preis. Schon das Grundmodell wird inklusive 2,5-Stunden-Schnelllade-Batterien dem Vernehmen nach 120.000 Euro kosten. Entsprechend bescheiden sind die Stückzahlprognosen der Bayern.

Während BMW von der i-Reihe über die übliche Laufzeit von fünf Jahren rund 40.000 Einheiten absetzen möchte, entspricht die Exklusivität der Flügeltürer ungefähr dem Z8 Roadster. Etwa 10.000 Stück möchte man an zahlungskräftige Kunden bringen. Zusätzlich zum i2 im Polo-Format soll 2015 ein größerer Carbon-Fünfsitzer debütieren, dessen Silhouette Ähnlichkeiten mit dem Golf Plus von Volkswagen aufweist.

Die Systemleistung der i-Derivate steht und fällt naturgemäß mit der Auswahl der aktuell bis zu 110 PS starken E-Motoren, der Energiedichte der Lithium-Polymer-Akkus und dem Charakter der frei im Fahrzeug platzierbaren Leistungselektronik.

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