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Auto versichern:Mehrere Vergleichsportale zu Rate ziehen

Doch Achtung: "Man wird kaum einen Rechner finden, der alle Versicherer und alle Tarife im Angebot hat", sagt Verkehrsrechtsexperte Jost Henning Kärger. Es sei auch nicht immer ersichtlich, welche Betreiber hinter einem Vergleichsportal stehen und welche eigenen Interessen sie möglicherweise verfolgen. Kärger empfiehlt, mehrere Anbieter zu Rate zu ziehen sowie auch bei einigen Versicherern direkt nachzufragen.

Die Stiftung Warentest bietet eine nach eigenen Angaben unabhängige und neutrale, aber kostenpflichtige Versicherungsanalyse an. Allerdings werden auch hier nicht alle Versicherungen berücksichtigt, weil einige Unternehmen die Teilnahme ablehnen.

Schriftliche Bestätigung der Schadensfreiheitsklasse

Ein wichtiges Kriterium für die Beitragsberechnung ist die Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse), mit der die Versicherungen unfallfreie Jahre belohnen. "Lassen Sie sich vom bisherigen Anbieter schriftlich bestätigen, welche Schadensfreiheitsklasse er dem neuen Anbieter melden wird", rät Verbraucherschützer Wortberg. "Uns liegen Beschwerden vor, nach denen der alte Versicherer der neuen Gesellschaft eine ungünstigere Einstufung gemeldet hat, als sie tatsächlich in der Beitragsrechnung vermerkt war." Die Begründung der Versicherung: Es habe sich um eine interne SF-Klasse gehandelt, die so dem Folgeversicherer nicht übertragen werden könne.

"In der Regel ist der Versicherungswechsel aber unproblematisch", sagt Peter Grieble, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. In der Branche herrsche viel Wettbewerb, da seien häufige Versicherungswechsel ein ganz logischer und von den Versicherern erwarteter Effekt.

Manchmal muss es aber auch gar nicht gleich eine neue Versicherung sein. In vielen Fällen lohne es sich bereits, beim bisherigen Versicherer ein neues Tarif-Angebot anzufordern, sagt Grieble: "Man erhält dann oft deutlich bessere Konditionen als in den Altverträgen."