Auto versichern Wie die Kfz-Versicherung den Beitrag ermittelt

Der Beitrag zur Kfz-Versicherung ist eine Rechnung mit vielen Variablen. Einige Faktoren spielen bei jedem Autofahrer eine Rolle, andere bestimmt die Versicherung selbst.

Von Eva Dignös

PS-starke Limousine oder Familienkombi? Führerscheinneuling oder jahrzehntelange Fahrerfahrung? Vielfahrer oder nur gelegentlich unterwegs? Es sind viele Kriterien, aus denen sich der Beitrag für die Kfz-Versicherung errechnet. Das macht es möglich, den Versicherungsschutz auf den individuellen Bedarf zuzuschneiden. Aber es erschwert angesichts der Vielzahl von Tarifen auch den Vergleich.

Ein paar Faktoren gibt es, die in jede Berechnung einfließen. So ist jedes in Deutschland zugelassene Automodell einer Typklasse zugeordnet. Sie berücksichtigt, wie hoch das Risiko ist, dass das Fahrzeug zum Versicherungsfall wird. Wird das Modell besonders oft gestohlen? Ist es häufig in Unfälle verwickelt? Die Typklasseneinteilung wird jährlich auf Basis der Schadensstatistik aktualisiert und ist ein wichtiger Faktor für die Beitragsberechnung. In der Haftpflichtversicherung gibt es die Typklassen zehn bis 25, in der Teilkaskoversicherung die Klassen zehn bis 33 und in der Vollkasko reicht die Spanne von zehn bis 34. Je höher die Typklasse ist, desto teurer wird die Versicherung. Hier lässt sich die Typklasse Ihres Automodells online abfragen.

Wie viel Haftpflicht-, Voll- oder Teilkaskoversicherung kosten, hängt außerdem davon ab, wo das Auto zugelassen ist. Jedem Kennzeichen ist eine Regionalklasse zugeordnet. Sie ergibt sich nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus der Unfallbilanz, dem Fahrverhalten, der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge sowie den örtlichen Straßen- und Witterungsverhältnissen. Auch hier gilt: Je niedriger die Zahl, desto günstiger die Versicherung. Für die Haftpflicht gibt es zwölf, die Teilkasko 16 und die Vollkasko neun Regionalklassen. Hier geht es zur Online-Regionalklassenabfrage des GDV.

In der aktuellen Regionalstatistik kommen die Autofahrer im Norden und Osten Deutschlands am besten weg: Besonders niedrige Einstufungen ergeben sich für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hohe Regionalklassen gelten vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München sowie in Teilen Bayerns.