Stromsparen "Foul" für die FDP

Die SPD wird jedoch für ihre Weigerung kritisiert, Gebäudesanierung für Hausbesitzer steuerlich zu fördern - immerhin konsequent, denn einen entsprechenden Plan hatten die rot-grün regierten Länder im vergangenen Jahr im Bundesrat blockiert. Stattdessen will die Partei eine "maßnahmenbezogene Förderung".

Allerdings kann bereits jetzt Geld von der staatlichen KfW-Förderbank bekommen, wer sein Haus energetisch auf Vordermann bringen möchte; eine Sanierungswelle hat das vor allem bei selbstgenutzten Wohnhäusern noch nicht ausgelöst.

Die Deneff bemängelt den SPD-Ansatz daher als "fachpolitisch unbegründet". Die Grünen sind wie alle anderen Parteien für eine steuerliche Förderung - aber nur unter dem Vorbehalt, dass sie unabhängig von der steuerlichen Progression ist, also etwa als pauschaler Abzug von der Steuerschuld.

Am meisten Schelte bekommt die FDP. Die Deneff wirft ihr unter anderem ein "Foul" vor, weil die Partei die neuen Gesetze für Energieverbrauchs-Labels als Effizienzmaßnahmen verkauft: Diese seien erstens schon fertig und zweitens nur Umsetzung von EU-Vorschriften. Was feste Sparziele auf EU-Ebene angeht, bislang beim FDP-geführten Wirtschaftsministerium etwa so beliebt wie der real existierende Sozialismus, klingt die Antwort der Partei verdächtig nach den Piraten: "Hierzu ist die Meinungsbildung innerhalb der FDP noch nicht abgeschlossen."