Weniger Fleisch, mehr Fahrradfahren. Jeder kann aus eigenem Antrieb zur Rettung der Welt beitragen. Doch individueller Verzicht kann den kollektiven Klimaschutz nicht ersetzen.
Wo die Schuld am größten ist, wächst das Bedürfnis nach Erlösung von der schweren Sünde. Deutschland gehört zu jenen Industrieländern, die seit Beginn der Industrialisierung einen gewichtigen Teil dazu beigetragen haben, dass sich die Erde so bedrohlich aufheizt.
Less Meat = Less Heat: Weniger Fleisch zu essen ist gut fürs Klima. (© Foto: AFP)
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Wenn dann ein als epochal bezeichnetes Ereignis wie die Klimakonferenz in Kopenhagen stattfindet, schwellen nicht nur die Szenarien über künftige Katastrophen an, sondern auch die Rezepturen, was ein jeder aus eigenem Antrieb zur Rettung der Welt beitragen kann. Mit einer so gewaltigen Last aber hat sich schon Atlas verhoben, umso mehr stoßen die umweltbewussten Wohlstandsbürger der Bundesrepublik an ihre Grenzen.
Persönliche Klimabilanzen können schmerzlich sein, wenn sich jeder ehrlich macht. Der in seiner Wohnung rundum mit Energiesparlampen versorgte, stets mit dem Rad ins Büro fahrende Vegetarier kann mit all den guten Taten nicht aufwiegen, was er der Atmosphäre mit dem Öko-Urlaub in Costa Rica und der Treckingtour in Nepal antut.
Ein Hartz-IV-Empfänger, dem die Umwelt noch nie einen Gedanken wert war, schneidet automatisch besser ab. Im Unterschied zur katholischen Kirche kennt das Klimasystem keine Beichte mit Absolution, es ist unbestechlich und absolut nachtragend.
Mit sich im Reinen
Das heißt nicht, dass individuelles Handeln sinnlos ist, schon gar nicht, wenn es sich für den sorgsamen Hausvater, die vorsorgende Hausmutter langfristig rentiert. Sich ein gutes Gewissen zu verschaffen, ist zudem ein höchst vernünftiges Motiv, auch für denjenigen, der nicht an das ewige Leben und an göttliche Belohnung glaubt.
Man hat schon viel erreicht, wenn man mit sich im Reinen ist. Und je mehr Menschen sich einem altruistischen Ziel verpflichtet fühlen, desto stärker kann ihr Vorbild wirken, kann den Zaudernden zeigen: "Es geht, wir leben auch so, und gar nicht mal schlecht." Zudem wächst mit ihrer Zahl auch der Einfluss auf die im alten Denken verharrende politische Elite.
Es wäre aber ein großer Irrtum zu glauben, dass individueller Verzicht den kollektiven Verzicht ersetzen kann, den ein wirksamer Kampf gegen die schlimmsten Folgen der Erderwärmung im reichen Teil der Welt zwingend voraussetzt. Eine Gesellschaft, die bei dieser gewaltigen Aufgabe nur auf die freiwillige Leistung der Gutwilligen setzte, ist nicht nur ungerecht, sie scheitert letztlich auch.
Der Handel mit Lizenzen, die zum Ausstoß von Treibhausgasen ermächtigen, findet unter einem Deckel statt, der pauschal die Gesamtmenge begrenzt. Im Topf unter diesem Deckel befinden sich einige Wirtschaftsbranchen und Konsumenten unterschiedlicher Art - alle eint nur die Tatsache, dass ihre Produktion oder ihr Konsum Treibhausgase freisetzt.
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Ich sehe eine Analogie zu den alten Priesterastronomen, die aus ihrer Fähigkeit eine Sonnenfinsternis vorher zu sagen auch den Anspruch ableitetet, Gottes Willen zu kennen und das Schicksal der Menschen zu steuern.
siehe X.Naidoo "Kümmer Dich um Dein Leben, dann kümmer Dich um uns ...."
Aber Pseudo-Altruisitische Weltenrettung aus einem inneren nicht verarbeiteten Leidensdruck heraus, damit man sich nicht mehr so schuldig fühlt (Kolonialismus; Wohlstand, "CO2-Ausblasen"), ist nichts anderen als schönes Getue. Und dann mit Unwissenheit nicht bemerken, dass man über den Tisch gezogen wird - mit seinen Idealen ist halt einfach nur traurig.
Irren ist menschlich! Erkannte Fehler nicht zu korrigieren ist dumm.
Bildet euch eine Meinung im Internet. siehe Klimadebatte; siehe CLIMAGATE
Genau, das ist der Sinn des Lebens: Schaun, dass man selbst glücklich ist - wie es den anderen dabei geht ist irrelevant.
Achso - deswegen, sieht das Grün an den Möhren im Bioladen immer so schön aus. Weil es eingelagert wurde. Aber hoffentlich nicht in einer diesen bösen Kühlanlagen. Die haben noch giftigeres als Co2 in ihren Eingeweiden. Aber danke für die Belehrung, man lernt ja nie aus.
Aber wichtig ist nur, dass man sich dabei wohl fühlt.
Ist der Sinn des Lebens nicht Glück. Und hat nicht jeder ein anderes Verständnis von Glück.
In diesem Sinne, ein schönes besinnliches Geburtstagsfest für unseren Herrn Jesus.
Oh, besteht da etwa ein klitzekleines Informationsdefizit? Möhren kann man, wie Kartoffeln auch, einlagern. Aber klar, woher sollte Herr urielignisdei Normalverbraucher solche profanen Dinge auch wissen? Er lebt ja nur noch in seiner TV-Konserven-Fertigpizza-Dönerwelt.
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