GeschlechterforschungDer k(l)eine Unterschied

Frauen können angeblich nicht einparken, was Männer nicht wissen, weil sie nie zuhören. Klischees verkaufen sich hervorragend - aber gibt es dafür überhaupt neurowissenschaftliche Belege? Eine Übersicht.

Von Marlene Weiß

Schwangerschaft

Schon drei Wochen nach der Befruchtung ist im Blut von Frauen, die mit Mädchen schwanger sind, das Schwangerschaftshormon hCG im Vergleich zu Jungsmüttern erhöht. Ab der siebten Woche haben Mütter von Jungen höhere Testosteronwerte. Studien an Tieren deuten darauf hin, dass diese Hormone das Gehirn beeinflussen. Wie sehr sie das beim Menschen tun, ist allerdings offen. Töchter von Müttern mit hohen Testosteronwerten spielen aber später meist wilder und etwa mit Autos oder Spielzeugwaffen.

Bild: Arne Bellstorf 24. Dezember 2016, 22:302016-12-24 22:30:29 © SZ.de/fehu